Bush soll UN-Sicherheitsratsmitglieder erpresst haben

Vor Irak-Krieg

Bush soll UN-Sicherheitsratsmitglieder erpresst haben

Sie sollten der Invasion im Irak zustimmen - andernfalls drohte er mit wirtschaftlichen Sanktionen.

US-Präsident George W. Bush soll einem Zeitungsbericht zufolge im März 2002 mehreren nichtständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats gedroht haben, falls sie nicht einer Resolution zum Irak-Krieg zustimmen. Die Zeitung "El País" hat die Aufzeichnung eines entsprechenden Gesprächs zwischen Bush und dem damaligen spanischen Ministerpräsidenten José Maria Aznar abgedruckt.

Die USA haben den Irak-Krieg schließlich ohne UNO-Mandat begonnen.

Bei dem Treffen im Februar 2002 in Texas soll Bush zu Aznar gesagt haben, Länder wie Mexiko, Chile, Angola und Kamerun müssten begreifen, dass die Sicherheit der Vereinigten Staaten auf dem Spiel stehe.

Wirtschaftliche Sanktionen
Bush soll laut "El País" gesagt haben, eine ablehnende Haltung Chiles könne die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens zwischen den beiden Ländern durch den US-Senat gefährden. Angola habe der US-Präsident gedroht, Zahlungen an das Land auszusetzen.

Außerdem soll Bush bei dem Gespräch deutlich gemacht haben, dass die USA sowieso unabhängig von der Entscheidung des UN-Sicherheitsrats in den Irak einmarschieren würden. Washington erhoffte sich von der Resolution, für die sich am Ende keine Mehrheit fand, eine Rechtfertigung des Militäreinsatzes.

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