botox

Studie

Es krankt im US-Gesundheitssystem

In den USA ist die Wartezeit für eine Botox-Spritze deutlich kürzer als auf eine Krebs-Vorsorgeuntersuchung.

Patienten, die sich wegen Krebsverdachts untersuchen lassen wollen, müssen einer Studie zufolge in den USA wesentlich länger auf einen Hautarzttermin warten als Kandidaten für eine Antifaltenspritze. Wer lästige Gesichtsfalten mit einer Botox-Spritze verringern lassen will, bekommt in den Vereinigten Staaten im Schnitt binnen acht Tagen einen Arzttermin - wer dagegen ein verdächtiges Muttermal untersuchen lassen will, muss durchschnittlich rund dreieinhalb Wochen warten, wie eine am Mittwoch im Fachblatt Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlichte Studie des Wissenschafters Jack Resneck zeigt.

Botox bis zu viel mal schneller
Der Studie zufolge bekommen in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts Patienten die ersehnte Botox-Spritze binnen knapp zwei Wochen, bis zur Kontrolle verdächtiger Hautveränderungen können bei dortigen Ärzten jedoch neun Wochen vergehen. In Seattle an der Westküste ist die Botox-Behandlung schon in weniger als acht Tagen zu haben, der Hautkrebsverdacht jedoch wird erst nach 35 Tagen bestätigt oder entkräftet.

Kosmetische Behandlungen werden besser vergütet
Resneck zufolge hängen die extremen Unterschiede bei den Wartezeiten damit zusammen, dass kosmetische Behandlungen deutlich besser vergütet werden als Routineuntersuchungen. Resneck und seine Mitarbeiter hatten sich mit Anrufen bei fast 900 US-Dermatologen in zwölf Städten als potenzielle Patienten ausgegeben.



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