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Falsche Biografie

Frankreich lacht über Sarkozy-Sohn

Die angebliche Lebensbeichte von Jean Sarkozy ist jetzt im Handel erhältlich.

Nach Karikaturen und Satiren im Internet bekommt Frankreichs Präsidentensohn Jean Sarkozy jetzt auch noch in einem Buch sein Fett weg. "Mein Leben, mein Werk, mein Motorroller" heißt das 143 Seiten dicke Buch, aus dem die Tageszeitung "Libération" Auszüge druckte. "Ich will, dass man mich an meinen Taten misst, zum Beispiel, wenn ich Flugblätter verteile - und nicht an dem, was auf den Flugblättern steht", heißt es darin unter anderem. Wer "Die falschen Memoiren von Prinz Jean" - so der Untertitel - tatsächlich geschrieben hat, verrät der Verleger nicht.

Vorwurf der Vetternwirtschaft
Sarkozy junior hatte im Oktober von sich reden gemacht, als er seine Bewerbung um den Vorsitz einer einflussreichen Stadtentwicklungsbehörde ankündigte. Der 23-jährige Jusstudent musste sich darauf den Vorwurf der Vetternwirtschaft gefallen lassen und verzichtete nach wochenlanger Kritik schlussendlich auf den Posten. "Über mich ist eine Fuhre Unsinn gesagt und geschrieben worden", wird dem ehrgeizigen Nachwuchspolitiker in den "Memoiren" in den Mund gelegt. "Nun, ich habe ihn mir angehört, diesen Unsinn, ich habe ihn gelesen, ich habe ihn mit großer Aufmerksamkeit, mit großem Respekt gesehen. Ich respektiere die Menschen, die Unsinn über mich verbreiten, zutiefst."

Der Motorroller im Titel des Buchs spielt auf einen Fahrerflucht-Prozess gegen Jean Sarkozy an, der monatelang für Schlagzeilen sorgte. Die Justiz hat den Präsidentensohn aber inzwischen vom Vorwurf freigesprochen, mit dem Gefährt einen BMW gerammt zu haben.



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