Musharraf gibt Amt des Armeechefs auf

Pakistan

Musharraf gibt Amt des Armeechefs auf

Wie angekündigt hat Pakistans Präsident Musharraf das Amt des Militärchefs aufgegeben. Die USA begrüßten den Schritt.

Pakistans Präsident Pervez Musharraf ist wie angekündigt als Armeechef seines Landes zurücktreten. Er übergab das Kommando am Mittwoch in Rawalpandi wie erwartet an den früheren Geheimdienstchef Ashfaq Kayani. Mit dem Rücktritt kommt Musharraf einer zentralen Forderung der Opposition und westlicher Verbündeter nach.

Die USA hatten den von Musharraf angekündigten Schritt im Vorfeld begrüßt, aber ihre Forderung nach einem Ende des Ausnahmezustands vor den für Anfang Jänner geplanten Wahlen bekräftigt.

Musharraf wurde im Oktober für eine zweite fünfjährige Amtszeit von den Parlamenten in Islamabad sowie in den Provinzen gewählt und soll dazu am Donnerstag vereidigt werden. Einsprüche gegen die Kandidatur des Armeechefs wies das Oberste Gericht ab, dessen Spitze Musharraf nach Verhängung des Ausnahmezustands mit ihm genehmen Juristen besetzte.

Ausnahmezustand soll aufgehoben werden
Musharraf will den Ausnahmezustand nach Angaben eines ranghohen Regierungsmitglieds vor den Parlamentswahlen am 8. Jänner aufheben. Den genauen Zeitpunkt habe der Staatschef aber noch nicht festgelegt, sagte der Mitarbeiter am Mittwoch. Er wäge noch die verschiedenen Möglichkeiten ab.

Zuvor hatte der Fernsehsender Dawn News unter Berufung auf nicht namentlich genannte Informanten berichtet, Musharraf wolle den am 3. November verhängten Ausnahmezustand innerhalb von 24 Stunden aufheben. Der Präsident legte am Mittwoch das Amt des Armeechefs nieder und sollte am Donnerstag für eine weitere Amtszeit als Staatschef - erstmals in Zivil - vereidigt werden.

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