Nach Streit über IS-Anhängerin: Norwegens Regierung umgebildet

13 neue Ministerämter

Nach Streit über IS-Anhängerin: Norwegens Regierung umgebildet

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg besetzt nach dem Regierungsaustritt ihres rechtsgerichteten Koalitionspartners zwei Drittel der Ministerposten um.

Oslo. Das Kabinett soll von 22 auf 20 Mitglieder verkleinert werden, wie Solbergs Büro mitteilte. 13 Ministerämter werden neu vergeben, darunter die Schlüsselressorts Finanzen, Öl und Energie, Justiz sowie Verkehr.

Mehrheit im Parlament verloren

Solberg verlor Anfang der Woche ihre Mehrheit im Parlament, als die bis dahin mitregierende Fortschrittspartei ihren Austritt erklärte. Grund war die Entscheidung, eine mutmaßliche Anhängerin der radikalislamischen IS-Miliz von Syrien nach Norwegen zurückkehren zu lassen.



Mit der größten Kabinettsumbildung seit Solbergs Amtsantritt 2013 will die Ministerpräsidentin ihre konservative Regierung stabilisieren. In Umfragen liegt das oppositionelle Mitte-Links-Lager klar in Führung. Die nächste Parlamentswahl steht 2021 an.

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