Nach dem Skandal

Schwarzenegger will Todesstrafe 'verbessern'

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Schwarzenegger: "Der Wille des Volkes" zur Aufrechterhaltung der Todesstrafe muss respektiert werden.

Nach der grausamen Panne bei einer Hinrichtung per Giftspritze in Kalifornien - ein Verurteilter starb erst nach einem 34-minütigen, qualvollen Todeskampf - hat sich Gouverneur Arnold Schwarzenegger für eine Überarbeitung der Hinrichtungsprozeduren ausgesprochen. Es müsse alles dafür getan werden, dass Hinrichtungen durch Giftspritzen verfassungsgemäß blieben, erklärte Schwarzenegger, am Montag (Ortszeit) in Los Angeles.

Todesstrafe ist ausgesetzt
Daher solle das Personal sorgfältiger ausgewählt und besser ausgebildet werden. Zudem sollten die jeweiligen Gegebenheiten bei jeder Hinrichtung eingehender berücksichtigt werden. "Der Wille des Volkes" zur Aufrechterhaltung der Todesstrafe müsse respektiert werden, betonte Schwarzenegger. Die Todesstrafe in Kalifornien ist seit Februar ausgesetzt, weil Ärzte sich weigerten, einem zum Tode Verurteilten die Giftspritze zu setzen.

Giftinjektion möglicherweise verfassungswidrig
In Kalifornien hatte am Freitag ein Bundesrichter entschieden, dass die dort praktizierte Methode der Giftinjektion möglicherweise verfassungswidrig sei. Am selben Tag hatte der Bruder von US-Präsident George W. Bush und Gouverneur des Bundesstaats Florida, Jeb Bush, die Vollstreckung der Hinrichtungen in Florida bis auf weiteres ausgesetzt.

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