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Moria

Seehofer: Flüchtlingsaufnahme nicht mit 2015 vergleichbar

Deutschlands Innenminister: "Deutschland ist nicht überfordert".

Lesbos/Berlin - Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die Entscheidung seiner Regierung verteidigt, nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria weitere über 1.500 Kinder und Erwachsene in Deutschland aufzunehmen. "Ich bin bis zur Stunde der einzige Innenminister Europas, der für die humane Antwort einen Lösungsvorschlag vorgelegt hat", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in der Befragung vor dem Bundestag.
 
Deutschland werde nicht überfordert. In diesem Jahr werde mit hoher Wahrscheinlichkeit die Grenze von 100.000 Asylbewerbern nicht überschritten. Humanitäre Aktionen seien möglich, weil eine stärkere Begrenzung und Steuerung eine größere Zuwanderung verhindert hätten.
 
Seehofer reagierte damit auf Vorwürfe aus den Reihen der AfD. Deren Abgeordneter Gottfried Curio sagte: "Ziel der Brandstifter ist die Erpressung der Fahrkarte nach Deutschland." Der Innenminister entgegnete, der Aufnahmebeschluss sei nicht vergleichbar mit der Grenzöffnung 2015. Es gebe jetzt eine klare Vereinbarung mit Griechenland für ein geordnetes Verfahren, bei dem die Identität der Schutzsuchenden überprüft werde. "Das wird gut ablaufen", sicherte Seehofer zu.
 
Auch österreichische Politiker erklären ihre Ablehnung, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen, mit der Belastung, die Österreich durch die Flüchtlingskrise 2015 entstanden war. "Wenn wir diesem Druck jetzt nachgeben, dann riskieren wir, dass wir dieselben Fehler machen wie im Jahr 2015", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

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