jerusalem

Bulldozer-Attacke

Trauer um Amok-Opfer aus Österreich

Die Trauer um die Österreicherin Goren-Friedmann, die bei der Amokfahrt eines Palästinensers von einem Bulldozer zermalmt wurde, ist groß.

Den Verwandten und Freunden stand der Schock noch ins Gesicht geschrieben: Die 54-jährige gebürtige Österreicherin Elizabeth Goren-Friedman, die nach ihrer Heirat vor einigen Jahren nach Jerusalem gezogen ist, wurde noch am Mittwoch um 22.30 Uhr in Jerusalem beigesetzt.

In den Mittagstunden wurde die Mutter dreier Kinder Opfer eines brutalen Anschlags: Mit einem Bulldozer raste ein Palästinenser aus Ost-Jerusalem auf einer belebten Straße in voller Fahrt in zahlreiche Autos und einen Bus. Die Amokfahrt konnte erst nach 700 Metern durch mehrere Schüsse aus nächster Nähe auf den Attentäter gestoppt werden – zu spät für Elizabeth.

Unermüdlicher Einsatz
Sie arbeitete als Lehrerin an einer Blindenschule in Jerusalem. Dort fällt es schwer, das Geschehene zu begreifen: „Sie war eine wunderbare Person. Mit unermüdlichem Einsatz hat sie stets jenen geholfen, die Hilfegebraucht haben. Es gab keinen Schüler, den sie nicht bei schulischen oder privaten Problemen mit vollem Einsatz unterstützte“, beschreibt die Direktorin Rachel Sakrovish ihre Kollegin in der Internetzeitung Ynet. Neben der hohen erzieherischen Qualifikation sei sie zudem eine wundervolle Mutter gewesen. Trotz ihrer Arbeit in der Blindenschule half sie auch regelmäßig als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Krankenhaus aus.

Einzeltäter
Bei der Aufklärung der Wahnsinnstat geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. Nach Angaben des Anwalts der Familie sei der 30-jährige Täter seelisch krank gewesen.

Unterdessen sprach sich Israels Premier Ehud Olmert in einer ersten Reaktion für die Zerstörung des Hauses des Attentäters im Ostteil Jerusalems aus: „Wir brauchen abschreckende Strafen und müssen hart agieren.“

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