Wieder ein Journalist zusammengeschlagen

Russland

Wieder ein Journalist zusammengeschlagen

In den letzten 11 Jahren gab es in Russland 19 ungeklärte Morde an Berichterstattern.

In Russland ist wieder ein Journalist zusammengeschlagen worden.

Beim Verlassen der Wohnung verprügelt

Der 65-jährige Reporter Sergej Topol wurde nach Angaben der Polizei am Mittwoch beim Verlassen seiner Wohnung von einem unbekannten Täter verprügelt und befindet sich im Krankenhaus. Russland gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten.

Vor sechs Monaten wurde der in Russland prominente Journalist Oleg Kaschin so schwer zusammengeschlagen, dass er ins Koma fiel. Er arbeitete für die populäre Wirtschaftszeitung "Kommersant", für die auch Topol tätig war.

Zeitungs-Einstellung nach Berichte über Putin
Dieser hatte 2008 in der Zeitung "Moskauer Korrespondent" eine Serie von Artikeln über Ministerpräsident Wladimir Putin verfasst. Darin hieß es, Putin habe ein Verhältnis mit der Turnerin und Olympiasiegerin Alina Kabajewa und wolle seine Frau Ludmilla verlassen. Putin wies die Gerüchte zurück; Kabajewa bestritt ein Verhältnis mit dem Regierungschef. Die Zeitung wurde kurze Zeit später eingestellt - nach Angaben ihres Verlegers weil sie Verluste machte.

Seit 2000 gab es in Russland 19 ungeklärte Morde an Journalisten, darunter an der prominenten Regierungskritikerin Anna Politkowskaja, wie das New Yorker Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) feststellte.

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