Wut nach verheerendem Museumsbrand

Brasilien trauert

Wut nach verheerendem Museumsbrand

Nachdem Horror-Feuer 20 Millionen Ausstellungsstücke vernichtet gab es Demonstrationen gegen die Regierung. 

Nach dem verheerenden Feuer im brasilianischen Nationalmuseum in Rio de Janeiro haben zahlreiche Menschen gegen den mangelhaften Brandschutz in dem historischen Gebäude protestiert.

Sie kritisierten, dass die Regierung von Präsident Michel Temer das historische Vermächtnis des südamerikanischen Landes nicht ausreichend beschützt habe.

"Weg mit Temer, weg mit Temer", skandierten die Demonstranten am Montag vor der Ruine des völlig ausgebrannten Gebäudes.

Die Polizei ging mit Pfefferspray gegen die protestierenden Menschen vor. In dem ältesten Museum Brasiliens war am Sonntagabend Feuer ausgebrochen und hatte den früheren Kaiserpalast fast völlig zerstört.

Experten befürchteten, dass fast alle der rund 20 Millionen Ausstellungsstücke vernichtet wurden. Der mangelhafte Brandschutz des Hauses stand schon seit längerem in der Kritik. Vor der Absperrung der Ruine saß ein Mitarbeiter des Museums und weinte. Eine Studentin sagte: "Wir haben unser kulturelles Gedächtnis verloren". Eine Demonstrantin führte für ihren Protest das berühmte Fossil "Luzia" aus dem Fundus des Museums ins Felde. "Luzia hat 13.000 Jahre in der Natur überlebt, aber kein halbes Jahrhundert in den Händen der Regierung", war auf ihrem Plakat zu lesen.

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