Religiöse Hardliner

Zu sexy: Tanzverbot für Malediven-Mädchen

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Malediven verbieten "unanständiges Tanzen" in der Öffentlichkeit.

Die Malediven haben "unanständiges Tanzen" zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit verboten. Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten habe an sämtliche Regierungsbehörden entsprechende Richtlinien zum "Verbot öffentlicher Tanzveranstaltungen" verschickt, berichtete die private Zeitung "Minivan" am Donnerstag. Gemäß der Verordnung sind auch Tanzevents minderjähriger Mädchen untersagt. Kinderfeste, Militärparaden, das Spielen der Nationalhymne sowie Veranstaltungen der Pfadfinder bleiben der Zeitung zufolge hingegen weiter erlaubt.

Jugendminister Mohamed Shareef sagte auf Anfrage, die Richtlinien richteten sich lediglich gegen "unanständiges Tanzen". Erst kürzlich hatte die an der Regierung beteiligte religiöse Adhaalath-Partei erklärt, dass "Musik und Lieder" der Jugend des Landes schade. "Zigaretten, Musik und das Internet sind nur die Vorstufe von schlimmeren Süchten wie Alkohol, Pornografie und harten Drogen", hatte die Partei über den Kurzbotschaften-Dienst Twitter erklärt. In dem Urlauberparadies im Indischen Ozean ist der Islam Staatsreligion.

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