Facebook kommt ins Outlook-Postfach

Microsoft-Software

 

Facebook kommt ins Outlook-Postfach

E-Mail ist für viele nicht mehr die wichtigste Form der digitalen Kommunikation. Deshalb hat Microsoft jetzt reagiert und den Austausch über Facebook in seine Software-Schaltzentrale für E-Mails, Kontakte und Termine - Outlook - integriert.

Auch ältere Versionen profitieren
Angekündigt wurde dieser Schritt schon länger (wir berichteten), doch nun sind den Worten auch Taten gefolgt. Das Programm zeigt Mitteilungen an, die in der sogenannten Statuszeile des sozialen Netzwerks verbreitet werden. Microsoft bindet Facebook und andere Dienste nicht nur in der aktuellen Version Outlook 2010 (ist bei den teuren Versionen von Office 2010 integriert) ein, sondern stellt auch für die älteren Versionen von 2003 und 2007 ein entsprechendes Zusatzprogramm (Plugin) bereit.

"Es geht darum, die unterschiedlichen Kommunikationsformen und - wege zusammenzuführen", sagte Microsoft-Sprecher Frank Mihm-Gebauer am Dienstag. Die Software für die Erweiterung von Outlook werde in Kürze zum Download bereitgestellt.

"Social Connector"
Für die Schnittstelle zwischen Mail-Programm und sozialen Netzwerken hat Microsoft bereits im vergangenen Jahr eine Software mit der Bezeichnung "Outlook Social Connector" (OSC) entwickelt. Zunächst wurde die Business-Plattform LinkedIn auf diese Weise in Outlook integriert. Deren Schwerpunkt auf beruflichen Kontakten kam der Outlook-Zielgruppe in den Unternehmen entgegen. Jetzt ermöglicht die Software auch die Verbindung zu Netzwerken, die wie Facebook eher für private Kontakte genutzt werden. Geplant ist zudem eine Integration des europäischen Business-Portals Xing.

Enge Zusammenarbeit
In einem Bericht des Online-Portals "Mashable" erklärt Facebook-Manager Rick Armbrust, das Unternehmen habe eng mit dem Office-Team von Microsoft zusammengearbeitet, um eine Nutzererfahrung wie in einem sozialen Netzwerk zu ermöglichen. So werden auch die Profil-Fotos von Facebook-Kontakten in Outlook übernommen. Microsoft hat sich Ende 2007 mit 1,6 Prozent an Facebook beteiligt.

Den Brückenschlag zu den von Millionen Menschen genutzten sozialen Netzwerken kennt nun auch das kostenlose Microsoft-Angebot Live.com. Dort gibt es neben Web-Anwendungen von Word oder Excel den Windows Live Messenger, der als Chat-Dienst nun ebenfalls eine Schnittstelle zu Facebook und Co. bietet. So kann man unter anderem einstellen, dass Statusänderungen unter Live.com auch in Facebook angezeigt werden.

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