Samsung Galaxy S8 & S8+ im oe24.at-Test

Smartphone-Flaggschiffe

Samsung Galaxy S8 & S8+ im oe24.at-Test

In Österreich sind das Galaxy S8 und S8+ bereits seit der offiziellen Präsentation bestellbar. In den Handel kommt das neue Samsung-Flaggschiff am 28. April 2017. Laut dem südkoreanischen Smartphone-Giganten sind die Vorbestellungen mehr als vielversprechend

Wir konnten die neuen Top-Smartphones in der letzten Woche bereits ausgiebig testen. Wie sie sich dabei geschlagen haben, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Diashow Samsung Galaxy S8 und S8+ im Test

Samsung Galaxy S8 und S8+

Das Galaxy S8+ (links) setzt auf ein 6,2 Zoll großes Display, das normale S8 auf einen 5,8 Zoll Bildschirm. Größter Unterschied zum Vorgänger: Es gibt keinen Home-Button mehr.

Samsung Galaxy S8 und S8+

Bis auf die Größe unerscheiden sich die beiden Smartphones optisch und technisch nicht. Selbst das...

Samsung Galaxy S8+

...Plus-Modell liegt noch halbwegs angenehm in der Hand. Uns hat die...

Samsung Galaxy S8

...kleinere Variante in Sachen Bedienungsfreundlichkeit aber mehr zugesagt.

Samsung Galaxy S8 und S8+

Die Super AMOLED Displays bieten eine QHD+-Auflösung (1.440 x 2.960 Pixel) und bieten eine gestochen scharfe Darstellungsqualität.

Samsung Galaxy S8 und S8+

Das S8+ (unten) bringt es auf 173 Gramm, das S8 wiegt 152 Gramm.

Samsung Galaxy S8 und S8+

Die Smartphones werden von einem superschnellen 64-bit Octa Core Prozessor angetrieben, dem 4 GB RAM zur Seite stehen.

Samsung Galaxy S8 und S8+

Da der Home-Button fehlt, wanderte der Fingerabdrucksensor auf die Rückseite. Dort ist er neben der verbesserten 12 MP Kamera integriert.

Samsung Galaxy S8+

Das Display nimmt fast die komplette Front ein. Beim S8+ macht die Betrachtung von Videos noch mehr Spaß.

Samsung Galaxy S8+

Auf Wunsch kann man das Allways-On-Display aktivieren, dann ist man stets am neuesten Stand. Es verbraucht aber auch Energie.

Samsung Galaxy S8

Die Verarbeitung und Materialien sind über jeden Zweifel erhaben. Samsung macht das Galalxy S8 auch wieder....

Samsung Galaxy S8

...wasserfest und schützt es gegen Staub (IP68 Zertifikat ).

Samsung Galaxy S8

Die Version in Hochglanzschwarz sieht ziemlich spacig aus, ist aber auch etwas anfällig für Fingertapser.

Samsung Galaxy S8

Über dem Google-Betriebssystem Android 7.0 „Nougat“ liegt die hauseigene Benutzeroberfläche. Zunächst ist die Bedienung - für Samsung-Kenner - aufgrund des fehlenden Home-Buttons...

Samsung Galaxy S8

...etwas gewöhnungsbedürftig. Doch dank der gut funktionierenden Onscreen-Tasten ist das nur von kurzer Dauer. Danach klappt alles reibungslos.

Samsung Galaxy S8

Wenn man eine App verschieben, löschen, deinstallieren, etc. will, poppt ein praktisches Vorschaufenster auf. Das Menü mit den installierten Anwendungen....

Samsung Galaxy S8

...öffnet man einfach in dem man am Homescreen kurz von oben nach unten wischt. Das abgerundete Display verfügt auch wieder über eine praktische Sidebar. Auf dieser...

Samsung Galaxy S8

...kann man zahlreiche Schnellzugriffe hinterlegen. Auch die Favoriten aus der Kontaktliste werden hier angezeigt.

Samsung Galaxy S8

Wenn man viele Apps oder Dienste gleichzeitig verwendet, kann man dank der gelungen Übersicht schnell zwischen ihnen hin un her wechseln. Auf Wunsch kann man auch alle auf einmal schließen.

Samsung Galaxy S8

Die Hauptkamera mit 12 MP , Echtzeit HDR und 4K-Videos (3.840 x 2.160 @30fps) zählt auch ohne Dual-Linse zum Besten, was die Smartphone-Welt derzeit zu bieten hat.

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Erster Eindruck

Hält man das Galaxy S8  und S8+ erstmals in der Hand, fällt sofort das gelungene Design auf. Die Smartphones wirken schnörkellos, hochwertig und edel, ohne dabei ins Langweilige abzufallen.  Wer die Geräte in dem von uns getesteten Schwarz kauft, bekommt zusätzlich noch einen spacigen Look. Denn bei ausgeschaltetem Display sehen sie aus wie ein durchgängiger schwarzer Block. Auch an der Verarbeitung und an den verwendeten Materialien gibt es nichts auszusetzen. Zudem profitiert das Design auch von der insgesamt größten Neuerung. Im Vergleich zum Vorgänger (Galaxy S7 und S7 edge) gibt es nämlich keinen mechanischen Home-Button mehr. Das Display nimmt fast die komplette Front ein. Da nun sowohl das Galaxy S8 wie auch das S8+ auf das edge-Design mit den seitlich abgerundeten Displaykanten setzen, wird dieser Eindruck noch einmal verschärft. Lediglich ganz unten und oben bleibt ein minimaler Rand. Dass der Touchscreen dadurch etwas in die Länge gezogen ist und deshalb auf das ungewöhnliche 18,5 : 9 Format setzt, stört die Darstellungsqualität nicht. Bei Videos oder Apps, die das Format nicht unterstützen, bleibt einfach ein kleiner schwarzer Balken. Obwohl das Samsung-Flaggschiff mit 5,8- und 6,2-Zoll-Display ziemlich groß ausfällt, bleiben beide Varianten vergleichsweise handlich. Das liegt ebenfalls am Design. Die normale Version ist von den Abmessungen her in etwa genauso groß wie das Huawei P10, das aber nur über ein 5,1-Zoll-Display verfügt. Das S8+ ist aber nur mehr mit langen Fingern einhändig zu bedienen. Uns hat das normale S8 bei der Handhabung besser gefallen. Dafür ist das Betrachten von Videos oder das Lesen von längeren Texten am S8+ angenehmer. Wie der Vorgänger ist auch das neue Flaggschiff wieder wasserfest und gegen Staub geschützt (IP68-Zertifikat). Der microSD- und SIM-Karteneinschub findet sich oben. An der linken Seite sitzen der Lautstärkeregler und die Taste für den hauseigenen Assistenten Bixby. Rechts ist der Ein- und Ausschalter. Unten sind neben dem USB-C-Anschluss auch die Lautsprecher und der 3,5 mm Klinkenstecker integriert. Letzterer wäre oben besser aufgehoben, da man so das Smartphone immer verkehrt in die Hosentasche geben muss, wenn Kopfhörer angeschlossen sind. Und wenn wir schon beim Kritisieren sind: Der Fingarabdrucksensor, der übrigens bestens funktioniert, wanderte aufgrund des fehlenden Home-Buttons auf die Rückseite. Dort ist er aber rechts neben der Kamera platziert, was für Rechtshänder ergonomisch nicht gerade vorteilhaft ist. Unter oder links neben der Kamera wäre er besser aufgehoben. 

Display, Performance und Akku

Beim Display setzt Samsung einmal mehr die Maßstäbe. Die hohe Auflösung, der satte Kontrast und die realistische Farbwiedergabe sorgen für eine Darstellungsqualität, die ihresgleichen sucht. Das ist wirklich ganz großes Kino. Fotos, Videos oder Texte werden gestochen scharf angezeigt, ohne dabei künstlich zu wirken. Nicht minder positiv fällt die Performance aus. Der hauseigene Achtkernprozessor sorgt in Kombination mit der schnellen Grafikeinheit und den 4 GB RAM für eine hervorragende Rechenleistung. Apps öffnen blitzschnell, Multitasking funktioniert auch mit mehreren Anwendungen problemlos, Internetseiten werden im Nu aufgebaut und auch anspruchsvolle Spiele laufen ohne jegliches Ruckeln. Das S8/S8+ reagieren ohne jegliche Verzögerung auf Befehlseingaben, was im Alltagsgebrauch ziemlich beeindruckend ist. Bei anspruchsvollen Spielen wird das Smartphone zwar etwas wärmer, von Überhitzung ist man aber weit entfernt. Ein Akku-Debakel wie beim Note 7 wird es hier also wohl nicht geben. Apropos Akku: Dieser hält bei beiden Modellen in etwa gleich lange durch. Kein Wunder, schließlich ist jener des S8+ etwas größer dimensioniert, was den "Nachteil" des größeren Displays abfedert. Im Test kamen wir ohne Probleme rund eineinhalb Tage aus. Wer die Geräte nicht allzu intensiv nutzt, kann mit einer Ladung auch bis zu drei Tage durchkommen. Schaut man hingegen mehrere Stunden Videos oder nutzt das Smartphone als Navigationssystem, ist der Akku hingegen früher leer. Dank Schnellladefunktion dauert eine Vollladung keine zwei Stunden. Insgesamt ist die Laufleistung auf einem sehr guten Niveau. Die restliche Ausstattung (siehe Spezifikationen unten) lässt auch nicht zu wünschen übrig. 

Kameras

Bei der Kameraausstattung macht Samsung beim Megapixel- und Mehrfachlinsen-Wettrüsten weiterhin nicht mit und stattet  die Galaxy S8-Modelle mit einer 12-MP-Hauptkamera auf der Rückseite aus, die auf eine Linse setzt. Obwohl das Galaxy S7 nach wie vor zu den besten Kamera-Smartphones zählt, wurde die Kamera noch einmal verbessert, was sich im Alltag mit beeindruckenden Aufnahmen bemerkbar macht.

Hierfür sind vor allem der lichtstarke Sensor und die extrem schnelle optische Bildstabilisierung verantwortlich. Hinzu kommen ein heller Blitz, der auch bei schlechten Lichtverhältnissen für gute Fotos sorgt, sowie zahlreiche Software-Anwendungen, die die Aufnahmen zusätzlich verbessern. Weiters gibt es noch nette Spielereien, wie Filter, oder die Möglichkeit, die Tiefenschärfe im Nachhinein zu verstellen. Auch die Videofunktion überzeugt auf ganzer Linie. Die Hauptkamera nimmt Clips mit 4K-Qualität auf oder erlaubt auch extrem coole Zeitlupenaufnahmen. Praktisch ist auch die Schnellstartfunktion, dank der die Kamera binnen weniger Zehntelsekunden aus dem Standby-Modus geholt wird. Die Auflösung der vorderen Kamera wurde von 5 auf 8 MP angehoben, was sich vor allem auf Selfies positiv auswirkt. Darüber hinaus werden damit auch Videoanrufe zum Genuss. 

Software und Anrufe

Samsung vertraut beim Betriebssystem auf Android 7.x "Nougat" und legt seine hauseigene Nutzeroberfläche darüber. Diese hält sich insgesamt zurück, bietet aber dennoch einige Zusatzfeatures. Viele gehen zwar eher als Spielerei ohne echten Zusatznutzen durch, andere Anwendungen sind aber durchaus praktisch. Letzteres kann man vom neuen digitalen Assistenten Bixby noch nicht sagen. Dieser ist zunächst nicht in deutscher Sprache verfügbar und wirkt auch in der englischen Version noch unausgereift. Hier sind Siri, Google Now, Alexa oder Cortana deutlich überlegen. Da auf Android-Smartphones ohnehin Google Now vorinstalliert ist und in Kürze auch der Google Assistant auf alle neueren Android-Smartphones kommt, bleibt abzuwarten, ob für Samsung in diesem Feld noch etwas zu holen ist. Hier müsste Bixby in den nächsten Monaten schon extrem zulegen, um gleichziehen zu können. Von einem Überholen ist man noch viel weiter entfernt. Die restliche Bedienung gestaltet sich dafür intuitiv. Neben dem Fingerabdrucksensor sind auch noch ein Iris-Scanner und eine Gesichtserkennung mit an Bord. Letztere lässt sich derzeit aber mit einem Foto austricksen. Hier hat Samsung aber bereits ein Update in Aussicht gestellt. Die Iris-Erkennung funktioniert hingegen überraschend gut, selbst bei mäßigen Lichtverhältnissen. Da bei der Entsperrung über die Augen aber ein rotes Licht aktiviert wird, wird man als Nutzer geblendet. Deshalb entsperrt man das Gerät schnell wieder per Fingerabdrucksensor. Das ist eindeutig die bequemste Lösung. In Sachen Sprachqualität gibt sich das S8 auch keine Blöße. Das Testergebnis war voll und ganz zufriedenstellend. Egal, ob Anrufer oder Angerufener – die Sprachqualität war stets top. Selbst die integrierte Freisprechfunktion lieferte zumindest in ruhiger Umgebung eine ordentliche Leistung ab.

Fazit

Samsung baut mit dem Galaxy S8/S8+ das wohl derzeit beste Android-Smartphone der Welt, und hofft, mit seinen neuen Spitzenmodellen die Marktführung bei Smartphones wieder zurückerobern zu können. Zuletzt zog Apple mit seinen iPhones vorbei. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut: Display, Performance, Kamera und Wasserfestigkeit überzeugen auf ganzer Linie. Lediglich an der Platzierung des Fingerabdrucksensors und am unausgereiften Assistenten Bixby kann man mäkeln. Dass der Akku nicht austauschbar ist, fällt nicht allzu stark ins Gewicht, denn das ist bei den Hauptkonkurrenten nicht anders. Preislich sind die Smartphones natürlich weit oben angesiedelt, im Vergleich zum Vorgänger fallen sie bei genauerer Betrachtung aber sogar günstiger aus. Das S8 kostet mit 799 Euro zwar um 100 Euro mehr als das S7 beim Start. Letzteres hatte aber nur 32 GB Speicher (S8: 64 GB) und kein gebogenes Display, das darüber hinaus nur 5,1 Zoll groß war. Das normale S8 übertrifft mit seinen 5,8 Zoll sogar das 5,5 Zoll große S7 edge, das in der 32 GB Version beim Start ebenfalls 799 Euro kostete. Für das 6,2 Zoll große S8+ werden 899 Euro fällig, womit es auf dem Niveau des iPhone 7 Plus mit weniger und nicht erweiterbarer Speicherkapazität liege. Alles in allem wurde das Preis-Leistungsverhältnis also deutlich verbessert. Dennoch muss man sich ein Smartphone um 800 oder 900 Euro erst einmal leisten können - und wollen. Im Falle des Galaxy S8 und S8+ ist das viele Geld aber sicher gut angelegt.

Spezifikationen

Samsung Galaxy S8

  • 5,8 Zoll QHD+ Super AMOLED (1.440 x 2.960 Pixel, 570 ppi)
  • 64 GB interner Speicher
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 64-bit Octa Core Prozessor (2,3 GHz Quad + 1,7 GHz Quad)
  • microSD Slot (bis zu 256 GB)
  • Hauptkamera mit 12 MP Dual Pixel, Echtzeit HDR und UHD 4K (3.840 x 2.160 @30fps)
  • Frontkamera mit 8 MP und HDR-Support
  • Android 7.0 "Nougat"
  • IP68-Zertifikat (staubgeschützt und wasserfest)
  • C-Type USB, USB 3.1, LTE Cat. 16, Bluetooth 5.0, WLAN ac und 3,5mm Kopfhörer-Ausgang
  • 3.000 mAh Akku mit Schnelladefunktion und kabellosem Laden
  • 148,9 x 68,1 x 8,0 Millimeter, 152 Gramm
  • Preis: 799 Euro (UVP)

 

Samsung Galaxy S8+

  • 6,2 Zoll QHD+ Super AMOLED (1.440 x 2.960 Pixel, 529 ppi)
  • 64 GB interner Speicher
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 64-bit Octa Core Prozessor (2,3 GHz Quad + 1,7 GHz Quad)
  • microSD Slot (bis zu 256 GB)
  • Hauptkamera mit 12 MP Dual Pixel, Echtzeit HDR und UHD 4K (3.840 x 2.160 @30fps)
  • Frontkamera mit 8 MP und HDR-Support
  • Android 7.0 "Nougat"
  • IP68-Zertifikat (staubgeschützt und wasserfest)
  • C-Type USB, USB 3.1, LTE Cat. 16, Bluetooth 5.0, WLAN ac und 3,5mm Kopfhörer-Ausgang
  • 3.500 mAh Akku mit Schnelladefunktion und kabellosem Laden
  • 159,5 x 73,4 x 8,1 Millimeter; 173 Gramm
  • Preis: 899 Euro (UVP)
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