Michael Jackson: So war sein letzter Tag

Köchin packt aus

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Michael Jackson: So war sein letzter Tag

Es war kein Tag wie jeder andere. Drei Monate lang bereitete Starköchin Kai Chalon Chase (37) für Michael Jackson (50) in seiner 100.000 Euro teuren Miet-Villa in Holmby Hills das Fitness-Mahl zu: Fruchtsäfte, Granola und Mandel-Milch am Morgen, Spinat, Huhn oder Thunfisch zu Mittag. Abends ein leichter Salat.

"Sein Leibarzt Dr. Conrad Murray war immer mit dabei. In der Früh brachte er eigenartige Sauerstoff-Tanks aus Jacksons Zimmer im oberen Stockwerk und blieb die meiste Zeit bei Michael. Er schlief auch gleich im Zimmer neben dem Pop-King. Michael nahm jeden Tag gemeinsam mit den Kindern Mittag- und Abendessen ein. Dabei sprach Paris zur Eröffnung ein Gebet. Das war sein tägliches Ritual."

Doch am 25. Juni war alles anders: "Murray kam nicht wie gewohnt die Stiegen runter, und ich dachte 'Vielleicht schläft Michael heute ja länger'“, erklärt die Chef-Köchin, die Jackson auch für seine Comeback-Konzerte in London engagiert hatte.

"Wir begannen zu beten“
"Ich habe das Mittagessen, einen sautierten Gelbflossen-Thunfisch, zubereitet. Da war es so gegen 12 Uhr. Ein paar Minuten später, also zwischen 12.05 und 12.10 kam Dr. Murray die Stiegen runtergelaufen und kreischte 'Holt Prince! Holt Prince!'“, erinnert sich Chase, die schon für Präsident Obama aufkochte, an den Todestag. Und weiter: "Ich rannte in den Trakt, wo die Kinder lebten. Prince lief zu Dr. Murray und man konnte die negative Energie förmlich spüren. Paris weinte und Notärzte rannten die Stiegen rauf. Die Haushälterin und ich nahmen uns an den Händen und begannen zu beten.“

"Es war gespenstisch still“
Während im ersten Stock die letzten Rettungs-Aktionen für den seit Stunden leblosen Jackson auf Hochtouren liefen, kam das Leben in der 30-Zimmer-Villa zum völligen Stillstand. Chase: "Es war gespenstisch still. Niemand sprach ein Wort. Um 1.30 Uhr erklärten Sicherheits-Kräfte allen Angestellten, dass wir sofort das Haus verlassen müssen, weil Mr. Jackson ins Spital gebracht werden muss.“ Vor dem Haus, so erinnert sich Chase, waren Rettungswägen, Kamera-Leute und Fans. "Eine gespenstische Stimmung.“ Sie fuhr mit einem "unguten Gefühl im Magen“ nach Hause und erfuhr vom Tod des Pop-Königs aus dem TV.

Arzt erlaubte nur Fitness-Kost
Auch in Kai Chases Schilderungen bleibt ein eigenartiges Bild rund um den mysteriösen Leibarzt Dr. Conrad Murray. "Ständig kam der Arzt mit Sauerstoff-Tanks die Stiegen runter. Er war auch meist beim Essen mit dabei und achtete dabei ganz besonders darauf, dass Michael ja alles aufisst.“ Auch ihr Vorschlag, dass Jackson nicht nur makrobiotische Fitness-Kost, sondern vielleicht auch mal etwas Mexikanisches essen sollte, wurde vom Leibarzt verwehrt. "Michael muss fit sein und tanzen können!“ Seit Wochen schon ermittelt das LAPD gegen den "Todes-Arzt“. Nach Hausdurchsuchungen in Houston, Las Vegas und Los Angeles bleibt die Frage, ob Murray dem Popstar das tödliche Betäubungsmittel Propofol gespritzt hat.

Sekunden-Tod als Kick
Laut National Enquirer soll Jacksons Herz in den letzten 18 Monaten bereits drei Mal zum Stillstand gekommen sein. Besonders bizarr: Michael Jackson habe den "Kick“ der Wiederbelebung richtiggehend genossen. "Nachdem die Ärzte ihn wieder ins Leben zurückgeholt hatten, sagte Michael, dass er gestorben sei und im Himmel war“, erklärt ein Insider. "Michael meinte, es sei das berauschendste Erlebnis seines Lebens gewesen, die Dinge auf der anderen Seite zu sehen und dann wieder zurück zur Erde zu kommen.“ Am 25. Juni gelang ihm dieses Kunststück nicht mehr...

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