O.J. Simpson plädierte auf

Raubanklage

O.J. Simpson plädierte auf "nicht schuldig"

Der frühere US-Footballstar O.J. Simpson hat in seinem Prozess wegen bewaffneten Raubüberfalls auf "nicht schuldig" plädiert. Der 60-Jährige steht seit Mittwochvormittag (Ortszeit) vor Gericht in Las Vegas. Er und zwei Mitangeklagte müssen sich in zwölf Anklagepunkten, darunter Raub, Entführung, Verschwörung und Angriff mit einer Waffe, verantworten. Im Falle eines Schuldspruchs droht eine lebenslange Haftstrafe. Es ist das zweite Mal, dass Simpson in einem aufsehenerregenden Fall vor Gericht steht. Vor zwölf Jahren war er vom Vorwurf des Doppelmordes freigesprochen worden.

Bewaffneter Raubüberfall
Die Anklage wirft Simpson vor, Mitte September in Las Vegas zusammen mit fünf Komplizen zwei Sammler von Fan-Artikeln in einem Hotel überfallen und mit Waffengewalt zur Herausgabe einiger Erinnerungsstücke gezwungen zu haben. Simpson behauptet hingegen, die Sammlerstücke gehörten rechtmäßig ihm und seien ihm zuvor gestohlen worden. Waffen seien nicht im Spiel gewesen.

Eine kalifornische Jury hatte Simpson 1995 trotz erdrückender Beweislast vom Vorwurf des Doppelmords an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ronald Goldman freigesprochen. In einem späteren Zivilverfahren wurde er jedoch für den Tod der beiden verantwortlich gemacht und zur Zahlung von 33,5 Millionen Dollar an die Familien der Opfer verpflichtet.

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