Karl Dall: Das irre Sex-Protokoll

Prozess in Zürich

Karl Dall: Das irre Sex-Protokoll

Endlich kann Karl Dall wieder ruhig schlafen. Nach elf Stunden vor dem Zürcher Bezirksgericht wurde der Entertainer vom Vorwurf der Vergewaltigung frei gesprochen. Zu wenig hinreichende Beweise konnte die Klägerin, eine Schweizer Journalistin, gegen den 73-Jährigen vorbringen. Vor Gericht sprach sie ausführlich über schlüpfrige E-Mails und die Nacht mit dem Showmaster, der bis zum Schluss alle Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs abstritt.

Video zum Thema Karl Dall: Späße nach Intim-Prozess!

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Mail-Kontakt
Der erste Kontakt der beiden erfolgte per E-Mail, als A.S. dem Entertainer eine Anfrage für ein Interview schickte. Noch mehr Nachrichten folgten. "Es wurde dann irgendwann privat, schlüpfrig. Die Initiative kam aber nicht von mir. Nach ein paar Tagen habe ich alles gelöscht", erzählte Karl Dall dem Richter. Die Version der Journalistin klingt anders. "Ich habe nichts Sexuelles geschrieben. Er schrieb mir, er könne ohne mich nicht sein. Es waren zuerst familiäre Sachen. Dann erotische und pornographische. Meine Mails gingen mehr in die romantische Richtung", behauptet sie.

Hotel & Casino
Nachdem die Sendung Aeschbacher aufgezeichnet wurde, treffen sich die beiden im Hotel und trinken Wein. "Bevor wir ins Zimmer gingen fragte er mich, ob ich mit ihm die Sendung anschauen wolle. Ich sagte, ich will keinen Sex mit dir. Er sagte, dass er fähig ist zu einer Erektion", so die Schweizerin. "Oben gab es schon Zudringlichkeiten von Seiten der Frau S.", streitet Karl Dall seine angeblichen Absichten ab. Danach fuhren die zwei gemeinsam ins Casino. A. S. musste draußen warten. Ich hatte die Hoffnung, dass sie nach Hause fährt", meint Dall.

Diashow Karl Dall: Der Prozess

Vergewaltigungsvorwurf gegen Komiker Karl Dall.

Wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Schweizer Journalistin muss sich der Entertainer Karl Dall seit Dienstag vor einem Gericht in Zürich verantworten. Kurz vor dem Prozessauftakt zeigte sich der 73-Jährige, der die Vorwürfe bisher bestritten hat, gegenüber den wartenden Reportern zuversichtlich.

Vergewaltigungsvorwurf gegen Komiker Karl Dall.

Wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Schweizer Journalistin muss sich der Entertainer Karl Dall seit Dienstag vor einem Gericht in Zürich verantworten. Kurz vor dem Prozessauftakt zeigte sich der 73-Jährige, der die Vorwürfe bisher bestritten hat, gegenüber den wartenden Reportern zuversichtlich.

Vergewaltigungsvorwurf gegen Komiker Karl Dall.

Wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Schweizer Journalistin muss sich der Entertainer Karl Dall seit Dienstag vor einem Gericht in Zürich verantworten. Kurz vor dem Prozessauftakt zeigte sich der 73-Jährige, der die Vorwürfe bisher bestritten hat, gegenüber den wartenden Reportern zuversichtlich.

Vergewaltigungsvorwurf gegen Komiker Karl Dall.

Wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Schweizer Journalistin muss sich der Entertainer Karl Dall seit Dienstag vor einem Gericht in Zürich verantworten. Kurz vor dem Prozessauftakt zeigte sich der 73-Jährige, der die Vorwürfe bisher bestritten hat, gegenüber den wartenden Reportern zuversichtlich.

Vergewaltigungsvorwurf gegen Komiker Karl Dall.

Wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Schweizer Journalistin muss sich der Entertainer Karl Dall seit Dienstag vor einem Gericht in Zürich verantworten. Kurz vor dem Prozessauftakt zeigte sich der 73-Jährige, der die Vorwürfe bisher bestritten hat, gegenüber den wartenden Reportern zuversichtlich.

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Der Entertainer und die Journalistin machen sich wieder auf den Weg zurück ins Hotelzimmer. Auch da gehen die Schilderungen des Abends auseinander. "Die Möglichkeit eines Geschlechtsverkehrs war kein Thema für mich. Ich hatte sie fast an der Tür, da wollte sie irgendwie knutschen. Sie entblößte ihre Brüste, ich sagte: Mach wieder zu. Die penetrante Zudringlichkeit war mir unangenehm, ich bin ja nicht George Clooney. Ich bot ihr an, ein Taxi zu nehmen, ich hätte die 500 Franken dafür gezahlt", berichtet Karl Dall. Dass A. S. damals heimlich ein Tonband mitlaufen ließ, wusste der Entertainer nicht. "Ich habe seit Jahren nicht mehr gevögelt. Du warst mein Rückfall", soll er darauf gesagt haben.

Die "Tat"
Die 43-Jährige nimmt eine Tablette gegen ihr Kopfweh und legt sich schlafen. In der Nacht soll Karl Dall sich an ihr vergangen haben. "Ich bin erwacht, da war Herr Dall mit seinem ganzen Gewicht auf meinem Körper. Ich hörte, wie er sagte, ich zieh das jetzt ab, ich will dich jetzt f*****. Er kam mir vor wie ein Tier, er war wie eine Bestie. Er zog meinen Slip runter, dann spürte ich, dass er eine Erektion hatte", erzählt sie dem Richter mit tränenerstickter Stimme. Obwohl sie Dall bittet, aufzuhören, macht er 15 Sekunden lang weiter.

Später hat A. S. Angst davor, mit der Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, denn Dall soll ihr gedroht haben, sie werde ihren Job verlieren. "Ich hatte Angst, schwanger zu sein oder mich mit HIV infiziert zu haben. Er hat ja alles ohne Kondom gemacht", schildert sie. Auch für Karl Dall hat die Anklage schwere Folgen. "Durch die Anschuldigungen musste ich 24 Shows absagen. Ich stand das ganze Jahr vor keiner Kamera."

Der Ausgang
Am Schluss reichten die Beweise gegen Karl Dall nicht für eine Strafe. Der 73-Jährige wurde nicht nur frei gesprochen, sondern erhält zudem noch eine Entschädigung in der Höhe von 10.000 Franken (etwa 8.300 Euro). "Ich werde es im Stillen genießen. Ich bin rundum glücklich", freut er sich nach dem Urteil.

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