Kärntner Bankmanager zweigte 330.000 Euro ab

30 Monate Haft

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Kärntner Bankmanager zweigte 330.000 Euro ab

Wegen des Verbrechens der Untreue ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt ein Manager der Kärntner Sparkasse zu 30 Monaten Haft, acht davon unbedingt, verurteilt worden. Der Angeklagte hatte zwischen 1986 und 2005 rund 330.000 Euro zur Finanzierung seiner Spielsucht in die eigene Tasche abgezweigt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Der Angeklagte hat mehrere fingierte Konten eröffnet und diese mit hohen Überziehungsrahmen ausgestattet", erläuterte Staatsanwalt Helmut Jamnig. Mit den Malversationen begonnen habe der Banker bereits vor rund 20 Jahren. Bis Mitte der Neunziger fungierte er als Geschäftsstellenleiter, dann wurde er zum Risikomanager befördert. "Die Bank hat sozusagen den Bock zum Gärtner gemacht", bemerkte der Ankläger.

Um keinen Verdacht aufkommen zu lassen, täuschte der Angeklagte eine geregelte Kontowirtschaft vor, indem er beispielsweise eines der Konten mit dem ergaunerten Geld von einem anderen Konto abdeckte. Nach Auffliegen der Unregelmäßigkeiten hatte die betroffene Bank ihrem Mitarbeiter anfänglich noch eine gütliche Lösung angeboten. Weil der Angeklagte jedoch nicht sofort alle illegalen Konten offen legte, entschloss sich das Institut letztendlich doch zur Anzeige.

"Mein Mandant leidet unter einer krankheitswertigen Spielsucht", erläuterte Strafverteidiger Gerd Tschernitz. "Es fängt im Casino an, wenn man mit dem normalen Eintritt plötzlich gewinnt", schilderte der Angeklagte den Beginn seiner Spielerkarriere. Letztendlich sei er vom Automatencasino bis zum Brief-Los der "gesamte Palette des Glücksspiels" verfallen.

"Der hohe Schaden und der lange Deliktzeitraum wiegen schwer", begründete Richter Gerhard Pöllinger das Urteil des Schöffensenats. Der Angeklagte - er hat einen Teil des Schadens inzwischen wieder gut gemacht - nahm das Urteil an. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

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