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Strache mit Wehrmachtsgürtel?

Die vor zwei Wochen aufgetauchten Jugendfotos von FPÖ-Chef Heinz Christian Strache – sie zeigen ihn mutmaßlich bei Wehrsportübungen im rechtsextremen Milieu – sorgen jetzt für einen neuerlichen Wirbel. In zahlreichen Internetforen wurde zuletzt wild über dessen Gürtelschnalle spekuliert. Offenbar soll es sich dabei um ein Relikt aus der Zeit des Nationalsozialismus handeln. Konkret soll es ein Gürtel der Wehrmacht sein – mit dem Wappenspruch „Gott mit uns“, dem Reichsadler sowie dem Hakenkreuz (!) darauf abgebildet (siehe Foto rechts).

Beliebt bei Neonazis
Heribert Schiedel, Rechtsextremismus-Experte beim Wiener Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), erläutert im Gespräch mit ÖSTERREICH: „In der Neonazi-Szene sind solche Gürtel extrem beliebt. Auch von unserer Seite ist diesem Verdacht – wonach es sich bei Straches Schnalle um einen Wehrmachtsgürtel handelt – bereits nachgegangen worden. Aufgrund der geringen Qualität der Fotos ist eine Bewertung allerdings nur schwer möglich.“

FPÖ schweigt noch
Noch hält die FPÖ die Originalbilder unter Verschluss, mit denen eine detailgetreue Vergrößerung der Gürtelschnalle möglich wäre. „Wir geben keinen Kommentar ab“, heißt es dazu auf ÖSTERREICH-Anfrage aus der FPÖ-Zentrale. Bei einschlägigen Veranstaltungen legte Strache zuletzt Wert darauf, die Wehrmacht im NS-Opfergedenken mit einzubeziehen: „Mein persönliches Gedenken gilt nicht nur den Soldaten der Wehrmacht, es gilt ihnen allen, egal, unter welcher Fahne sie standen.“

Wehrmacht-Look
Klar ist jedenfalls: Der Präsident des Wiener Paintball-Verbandes, Stefan Siedler, sagte von Anfang an, dass „es sich beim Equipment, das man in den gezeigten Szenen sieht, nicht um Paintball handelt“. Die Waldszenen vermitteln eher den Eindruck von wehrmachts-ähnlicher Ausstattung. Ende der achtziger Jahre waren solche Utensilien in einschlägigen Wiener Geschäften erhältlich. Heute gibt es diese Gürtel in allen Ausführungen in einschlägigen Internet-Shops ab 19 Euro zu kaufen.

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