Blutige Massenschlägerei mitten in Wien

Türken gegen Kurden

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Blutige Massenschlägerei mitten in Wien

Vorerst gibt es laut Polizei noch keinen Hinweis darauf, dass die Straßenschlacht, die sich am Sonntagabend in Wien-Favoriten abgespielt hat, wirklich ein politisches Motiv hatte.

Opfer wollen keine Polizei
Nicht gerade einfacher wird die Arbeit der Exekutive dadurch, dass die beiden am schwersten verletzten Männer - ein 27-Jähriger liegt mit einem Brust-, ein 24-Jähriger mit einem Nierenstich im Krankenhaus - nicht wirklich redselig sind. "Sie haben sehr deutlich gemacht, dass wir nach Hause gehen sollen", sagte ein Kriminalist. Er vermutet, dass die Hitzköpfe die Angelegenheit ohne Mitwirkung der Polizei "regeln" wollen. Zwei weitere Beteiligte an der Auseinandersetzung (23 und 24), die ebenfalls im UKH Meidling behandelt wurden, sind bereits entlassen worden.

Fußballspiel als Auslöser?
Soweit die Polizei bisher herausgefunden hat, dürfte die Ursache des Streits eine eher banale sein - und der Konflikt zwischen zwei türkischstämmigen Familien habe bereits am Samstag begonnen. Eskaliert war die Auseinandersetzung am Sonntag gegen 17.00 Uhr, als in einem türkischen Vereinslokal an der Ecke Quellenstraße-Neilreichgasse via Satellit ein Fußballmatch aus der Heimat auf dem Programm stand.

Nicht geplant
Auf der Straße entfachte sich dann ein Kampf mit Fäusten und Messern, wobei noch nicht einmal klar ist, wo der Konflikt genau seinen Anfang genommen hat. Allerdings vermutet die Polizei, dass die Straßenschlacht, an der 20 bis 30 Männer beteiligt waren, nicht geplant war. "Sonst hätte man sich ganz anders vorbereitet, etwa Baseballschläger mitgenommen", meinte ein Kriminalist.

Als die ersten Funkstreifen eintrafen, hatten sich die Beteiligten, so weit sie dazu noch in der Lage waren, bereits aus dem Staub gemacht. Zurück blieben lediglich die Verletzten sowie eine beachtliche Menge an Schaulustigen, die allerdings nicht sehr gesprächig waren. "Aber erfahrungsgemäß wird einer früher oder später ohne Protokoll erzählen, worum es gegangen ist."

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