Buttersäure-Anschlag auf Kleidergeschäft

Graz

© Wolfgang Hübel

Buttersäure-Anschlag auf Kleidergeschäft

Den Mitarbeitern war beim Aufsperren des Hauses der extreme Geruch aufgefallen. Die Grazer Berufsfeuerwehr begann sofort mit Entlüftungsmaßnahmen. Hinweise auf die Täter gab es vorerst nicht. Es könnte sich aber um radikale Tierschützer handeln - bereits Anfang Dezember waren von Pelzgegnern bei einer Wiener Filiale dieses Unternehmens die Schaufenster eingeschlagen worden.

Durchs Türschloss gesprüht
Den Mitarbeitern des Kleider Bauer-Geschäfts in der Grazer Murgasse war der starke Gestank beim Aufsperren entgegen geschlagen. Sie verständigten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr sperrte den Bereich um das Geschäft ab und suchte mit schwerem Atemschutz nach der Quelle des üblen Geruchs. Wie die Polizei mitteilte, gab es keinen Hinweis auf einen Einbruch - die Täter dürften in der Nacht Buttersäure durch das Türschloss in die Räumlichkeiten gesprüht haben.

Keine Gesundheitsgefährdung
Nach Beiziehung des Chemiealarmdienstes des Landes und eines Spezialisten der Polizei konnte vorsichtige Entwarnung gegeben werden. Wenn auch der Geruch noch immer extrem übel ist, so besteht doch keine Gesundheitsgefährdung. Es wird derzeit mit Nachdruck die Belüftung fortgesetzt, seitens der Geschäftsführung soll eine Spezialfirma mit der Sanierung beauftragt werden.

Ähnliche Fälle in Wien
In Wien hatte es im Dezember ähnliche Vorfälle gegeben. Von zwei maskierten Männern waren Anfang des Monats alle 15 Schaufenster einer Kleider Bauer-Filiale in der Meidlinger Hauptstraße eingeschlagen worden. Die Täter hatten "Pelz ist Mord" an die Hauswand gesprüht. Über die Weihnachtsfeiertage war dann ein Pelzgeschäft in Wien-Liesing das Ziel: Vermutlich radikale Tierschützer hatten Buttersäure entweder unter dem Spalt der Eingangstür oder über die Lüftung eingeleitet und damit die Ware unbrauchbar gemacht.

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