Fritzl: Aus für Horror-Haus

Amstetten ist "erfreut"

© Schwarzl, Lechner, Reuters

Fritzl: Aus für Horror-Haus

Der hässliche Betonblock in der Ybbsstraße 40 in Amstetten ist Symbol eines der schrecklichsten Verbrechen der Geschichte. Hinter den dicken Mauern quälte Josef Fritzl seine Opfer jahrelang.

Wie ÖSTERREICH Anfang November berichtet hatte, sah Fritzls Masseverwalter Walter Anzböck keine Chance, das Haus gewinnbringend zu verkaufen. Deshalb sagte er, das Anwesen werde "vor Sommer abgerissen". Jetzt ist fix: Das Gebäude wird noch früher dem Erdboden gleichgemacht. Im Frühjahr sollen die Bagger anrollen. Anzböck (seine Aufgabe: Fritzls Besitz für die Gläubiger zu Geld zu machen) hat in Tulln einen Antrag eingebracht.

Die Behörden bestätigten, dass das Ansuchen eingelangt ist. Jetzt läuft ein Bewilligungsverfahren, das einige Monate dauern könnte. Grund: Experten müssen noch formal bestätigen, dass die Nachbarhäuser durch den Abriss nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Amstettens Bürgermeister Herbert Katzengruber begrüßt die Pläne: "Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht", sagte er den NÖN. Unklar ist noch, was auf dem Grundstück des "Horror-Hauses" entstehen soll. Sicher ist aber, dass der Abriss unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden werde. Grund: Es soll verhindert werden, dass Fotos aus dem Inneren des Hauses gemacht werden und so die Persönlichkeitsrechte von Fritzls Opfern verletzt werden.

Scheitert Wohnhaus-Projekt?
Einen Rückschlag könnte Fritzls Masseverwalter diese Woche erleiden. Wie ÖSTERREICH berichtete, will der prominente Häftling 13 Reihenhäuser in Amstetten bauen. Die Anrainer laufen Sturm dagegen. Derzeit prüft die Wasserrechtsbehörde den Bau. Angeblich soll durch die Tiefgarage der Grundwasserspiegel um 10 cm steigen. Fritzl muss jetzt um das Projekt zittern …

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