Gedanken eines Monsters

Fritzl wollte Familie in Säure auflösen

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Der Horror-Vater vertraute einem Mithäftling an, was er geplant hatte.

Wie viele dunkle Geheimnisse hat Keller-Monster Josef Fritzl (75) noch? Ein früherer Mithäftling gibt jetzt einen weiteren Einblick in die kranke Seele des Jahrhundertverbrechers – und verrät einen vierfachen geplanten Mord an Familienmitgliedern.

Zellengenosse
Vor seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft (in Stein) saß Fritzl in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft. Und weil der Inzest-Vater Nichtraucher ist, teilte ihm die Direktion Anfang 2009 den asthmakranken Brandstifter Patrick J. als Zellengenossen zu. Drei Monate verbrachten der Gruselgreis und der damals 19-Jährige auf engstem Raum – und kamen vertraulich ins Gespräch.

Seit Sommer 2010 ist Patrick J. wieder auf freiem Fuß und studiert Elektrotechnik. Jetzt verriet er dem britischen Massenblatt The Sun, was unter den Häfnbrüdern Thema war.

Säurebad
„Anfangs kehrte Fritzl die Vaterfigur hervor. Er meinte, dass meine Zündeleien nur eine Jugendsünde aus Geltungssucht seien und ich mein Leben wieder in den Griff bekommen könnte“, berichtet Patrick J., „mit der Zeit sprach er aber auch über sich selbst.“

Und der Zellengenosse behauptet: „Fritzl erzählte, dass er schon vor dem Auffliegen seiner Taten sein Doppelleben satt hatte und im Alter Ruhe wollte. Deshalb sei er vor der Wahl gestanden, seine Tochter und die drei Inzest-Kinder aus dem Verlies freizulassen und sich der Justiz zu stellen – oder sie umzubringen.“

Ohrenzeuge Patrick J. weiter: „Er sagte, er habe in Gedanken schon detailliert durchgespielt, wie er sein Verbrechen für immer vertuschen könnte, indem er die geheime Familie verschwinden lässt. Er wollte die Leichen in einem Säurebad auflösen.“

Fanpost
Der Mithäftling glaubt: „Der alte Mann hat zwei Gesichter. Meist wirkte er freundlich. Dann wieder hat er mir stolz ein Foto gezeigt, auf dem eine Frau vor einem maskierten Mann stand und lachte. Fanpost von Wahnsinnigen, da gab es ein ganzes Bündel davon.“ Als Fritzl in den Strafvollzug überstellt wurde, nickte Patrick J. zum Abschied nur stumm: „Was hätte ich sagen sollen?“ Fahr zur Hölle fiel ihm nicht ein.

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