18. Juli 2012 06:02

Ägäis-Urlaubsparadies 

Griechen-Insel will nicht (!) zu uns

Bürgermeister Stavrinadis lacht: "Das ist eine Zeitungs-Ente".

Griechen-Insel will nicht (!) zu uns
© APA

Es ist die Sommer-Ente 2012: „Aufstand in Ikaria – Griechen-Insel will Anschluss an Österreich“, titelte das Gratisblättchen Heute gestern und legte gleich ein Schäuferl nach: „Beitritt zu Österreich wäre kein Problem“, zitierte das Blatt sogar den Völkerrechtler Franz Leidenmühler von der Uni-Linz. Von der Kleinen Zeitung bis zum ORF übernahmen Medien die skurrile Sommermeldung, die ursprünglich aus der italienischen Zeitung Libero stammt.

Bürgermeister lacht über „Scherzbold-Journalisten“
Auf die Idee, Christodoulos Stavrinadis, Bürgermeister der Insel, anzurufen, kam keiner. ÖSTERREICH erreichte den Lokalpolitiker in Agios Kirykos, Hauptort von Ikaria: „Das ist ein netter Scherz, nicht mehr. Weder wollen wir weg von Athen, noch planen wir einen Anschluss an Österreich“, wundert er sich: „Nicht böse sein – aber die Meldung ist Unsinn.“

Bürgermeister Stavrinadis feierte gestern das 100-jährige Jubiläum der Revolution, mit der die ostägäische Insel am 17. Juli 1912 ihre Unabhängigkeit von der Türkei (Osmanisches Reich) erlangt hat: „Da haben Journalisten wohl Details durcheinandergebracht“, lacht er. Wenig amüsiert zeigte sich die griechische Botschaft in Wien: „Griechenland ist unteilbar.“ Ikaria bleibe Teil von Griechenland.

ÖSTERREICH: Sie wollen weg von Athen und zu Österreich, wird berichtet?
Christodoulos Stavrinidas:
Das ist ein netter Scherz, nicht mehr. Ikaria bleibt bei Athen, es wird auch keine Volksbefragung geben. Es besteht auch kein auslaufendes Abkommen zwischen Athen und Ikaria.

ÖSTERREICH: Können Sie sich die „Ente“ erklären?
Stavrinidas:
Nein. Ich liebe Österreich, war in Wien und Graz. Hier war ein Scherzbold am Werk. Einige Journalisten geht es wie Ikarus, nach dem unsere Insel benannt ist. Als Ikarus übermütig wurde, kam er der Sonne zu nahe, verglühte und stürzte ins Meer – wie eine (Zeitungs-)Ente …




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7 Postings
omen meint am 18.07.2012 21:04:46 ANTWORTEN >
die bleiben wo sie sind und leben von unserem geld (rettungsschirm) in sauß und brauß !
gaffa55 meint am 18.07.2012 15:48:08 ANTWORTEN >
Und die Medien glauben jeden SCHAS der verbreitet wird...HAHAHAHAHAHA
Bingodingo (GAST) meint am 18.07.2012 11:34:31 ANTWORTEN >
Der Rote Punkt der Insel ist falsch auf der Grafik gekennzeichnet. Die Insel liegt nicht zwischen Griechenland und Italien, sondern an der Grenze zur Türkei!
WWW (GAST) meint am 18.07.2012 11:04:50 ANTWORTEN >
mein post wird nicht angezeigt
Fliegenpilz (GAST) meint am 18.07.2012 09:01:00 ANTWORTEN >
Klar ist das nur ein Scherz. Aber ein bisserl träumen wird man ja können: ...und dann haben wir Kärnten gegen eine kleine Insel eingetauscht. Alle waren zufrieden. Vor allem die Kärntner. endlich bei einem Land mit gleicher politsch -moralischer Einstellung. Dort sind ja auch noch alle stolz auf ihre "Uwes". Und wählen sie. Und uns Österreicher kommt diese Insel um einiges billiger. Schön wärs.
christian1965 meint am 18.07.2012 08:00:50 ANTWORTEN >
wer will schon einen haufen von pensionisten, beamten und blinden zusätzlich erhalten? eine vizebürgermeisterin reicht uns!
lelaina meint am 18.07.2012 07:50:02 ANTWORTEN >
ach da wird schon ein klein bischen wahrheit dabei sein und als sie gemerkt haben wie die Idee ankommt , ists halt nun eine zeitungs ente
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