Vier Verletzte

Vier Verletzte

Motorsägen-Massaker mitten in Wien

Wie in einem Horrorfilm fühlten sich Passanten Sonntag am frühen Abend im Bereich des Bahnhofs Praterstern: Vier bizarre Gestalten, sichtlich schwer alkoholisiert und hörbar aus dem früheren Ostblock zugewandert, waren in Streit geraten. Erst schrien sie einander an, dann gab es Rempler und Schläge und schließlich verschwand einer der Kontrahenten.

Als er kurz darauf wieder auftauchte, hielt der Mann eine Kettensäge in der Hand (die er offenbar von daheim oder aus einem Auto geholt hatte). Spätestens da wählten entsetzte Zeugen den Notruf der Polizei.

Kein Wort deutsch
Als Streifenbeamte eintrafen und die wüste Auseinandersetzung beendeten, bluteten alle vier Streithähne heftig. Zwei hatten leichte Schnittwunden an den Armen, einem wurde die Nasenspitze abgetrennt - sie konnte aber von den behandelnden Ärzten wieder angenäht werden. Polizeisprecher Mario Hejl: „Die vier Verdächtigen wurden in verschiedene Spitäler gebracht; keiner ist lebensgefährlich verletzt. Unbeteiligte Passanten waren durch die Attacke nicht gefährdet.“

Glück für alle Beteiligten: Der Mann hat die Kettensäge nicht in Betrieb genommen. "Er hat die Säge offenbar nicht angeworfen. Sonst wäre das Ganze viel böser ausgegangen", sagte Hejl. Bei der Streitschlichtung wurde ein Polizist durch einen der Raufenden verletzt.

Sägemonster flüchtet
Am Sonntag konnten die Raufbolde – sie stammen sie aus Rumänien und Polen – nicht mehr befragt werden. Teils waren sie noch zu betrunken, teils zu verletzt – vor allem aber spricht keiner auch nur ein Wort deutsch. „Wir wissen daher noch nichts über die Ursache der Auseinandersetzung“, so Polizist Hejl, „und brauchen Dolmetscher bei den Einvernahmen.“ Das Sägemonster konnte flüchten.

Täterbeschreibung: ca.: 40 - 50 Jahr alt, 170 - 175 cm groß, kräftige Statur, bekleidet mit grau - blauer Jacke, hellgrauer Pullover, grün-braune Hose, hellbraune Schuhe, dunkle Rollhaube.

Das Landeskriminalamt Wien ersucht um sachdienliche Hinweise - auch vertraulich - unter der Telefonnummer 01/31310 - 62800 (Journaldienst).

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