Klimawandel: Unsere Erde wird immer wärmer

Alle Kontinente betroffen

Klimawandel: Unsere Erde wird immer wärmer

Die Erderwärmung wird drastische Auswirkungen haben, wenn der Mensch sie nicht stärker bremst als bisher - das zeigt der neue UNO-Klimareport. Steigende Temperaturen erhöhten die Wahrscheinlichkeit "schwerer, tief greifender und irreparabler Folgen", heißt es in dem am Montag im japanischen Yokohama verabschiedeten Bericht des Weltklimarats (IPCC).

Zwar gibt es dem Report zufolge für den Menschen noch Möglichkeiten, sich auf die Risiken infolge des globalen Klimawandels einzustellen. Eine Anpassung funktioniere aber nur, wenn die Erderwärmung deutlich gebremst werde. Sonst werde es schwierig, warnte Chris Field, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Zwei des Weltklimarats. "Selbst ernsthafte, fortgesetzte Investitionen in die Anpassung werden ihre Grenzen haben."


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Ein ungebremster CO2-Ausstoß könnte Schäden in Billionenhöhe sowie Kosten in ähnlicher Höhe verursachen, um die Folgen einzudämmen, warnen die UNO-Experten. Unter dem Klimawandel werden demnach besonders arme Bevölkerungsschichten in südlichen Ländern der Erde leiden, heißt es unter Verweis auf Wasserknappheit, Überflutungen und Armut. Der Klimawandel beeinflusse auch die Ernährungssicherheit, wobei die Menschen in ländlichen Gebieten besonders betroffen seien.

Das sind die Folgen des Klimawandels - Zuammenfassung:

Überflutungen, Hitzewellen und Artensterben: Der zweite Teil des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) befasst sich mit den Folgen des Klimawandels. Das Gremium legte am Montag eine Zusammenfassung der Ergebnisse vor.

Folgen des Klimawandels heute:

"In den vergangenen Jahrzehnten haben die Veränderungen des Klimas die Natur und das menschliche Leben auf allen Kontinenten und in den Ozeanen beeinflusst", heißt es in dem Bericht. Hinweise hierauf seien veränderte Niederschlagsmuster, der Rückgang der Permafrost-Zonen und die Gletscherschmelze. Außerdem hätten bereits viele Tierarten im Wasser und auf dem Land ihre Lebensräume verlagert. Wetterextreme hätten auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln beeinflusst, vor allem die Ernten von Weizen und Mais. Das Klima habe sich auch schon negativ auf die Gesundheit der Menschen ausgewirkt, etwa durch Hitzewellen.

Folgen des Klimawandels bis 2100:
Der Klimawandel wird nach Einschätzung der Experten auch die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Bei einem Temperaturanstieg von rund zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter könnte die weltweite Wirtschaftsleistung um 0,2 bis zwei Prozent zurückgehen. Über die möglichen Kosten einer Erwärmung um drei Grad sei noch wenig bekannt.

Durch einen zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen steige außerdem die Gefahr von Überflutungen insbesondere in Europa und Asien "erheblich" an. Zudem warnen die Klimaexperten vor einer Verschärfung der Wasserknappheit in bestimmten Regionen. Der Weltklimarat warnt auch vor einem Anstieg des Meeresspiegels. An den Küsten seien immer mehr Menschen von Überflutungen und dem Verlust ihres Lebensraumes betroffen.

Gesundheitliche Probleme durch Hitzewellen

Der Weltklimarat rechnet mit gesundheitlichen Problemen durch Hitzewellen und schlechte Ernährung. Ebenso steige das Risiko von Krankheiten, die durch Mücken und Wasser übertragen werden.

Bei der Nahrungsmittelversorgung wird sich der Klimawandel nach Einschätzung der Experten vor allem auf das Angebot an Getreide und Fisch auswirken. So könnten die Erträge von Reis, Mais und Weizen pro Jahrzehnt um zwei Prozent zurückgehen. Tropische und subtropische Regionen treffe diese Entwicklung am härtesten. Armut, Hunger und Obdachlosigkeit könnten auch gewaltsame Auseinandersetzungen wie Bürgerkriege verschärfen.

Eine weitere Folge des Klimawandels könnte laut dem Bericht der Rückgang der Artenvielfalt sein, da der Lebensraum zahlreicher Tiere zerstört werde.

Möglichkeiten der Anpassung an den Klimawandel:
Der Weltklimarat fordert, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. So ließen sich die negativen Folgen und die Kosten des Klimawandels in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts erheblich verringern. Viele Gegenmaßnahmen wie ein Rückgang der Wasserverschwendung und Recycling seien sogar vergleichsweise einfach und günstig.

Darüber hinaus müssten eine Ansiedlung in durch Hochwasser oder Erdrutsche gefährdeten Regionen vermieden, Überflutungsgebiete erhalten und Grünflächen in Großstädten angelegt werden. Zudem mahnt der Klimarat einen besseren Katastrophenschutz an und fordert den Aufbau internationaler Institutionen, um den Streit um Ressourcen zwischen Staaten zu entschärfen.

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