Panda-Drama in Schönbrunn

Neues Baby

Panda-Drama in Schönbrunn

Lange wurde es nur vermutet, jetzt ist die Überraschung endgültig perfekt: Erneut ist im Tiergarten Schönbrunn ein süßer Baby-Panda auf die Welt gekommen. Viereinhalb Stunden lag Panda-Mama Yang Yang (10) am Montag in den Wehen, um Punkt 14.14 Uhr war dann das erste Fiepen aus der Wurfbox zu hören. "Die Freude über das Baby ist so groß wie beim letzten Mal und dann kam es auch noch an Fu Longs drittem Geburtstag. Unglaublich", freut sich Pflegerin Eveline Dungl.

Baby-Alltag: Schlafen, trinken und schreien
Denn Fu Longs Geburt vor drei Jahren war eine Welt-Premiere: Niemals zuvor war es einem europäischen Zoo gelungen, dass ein Panda-Baby auf natürlichem Wege, das heißt ohne künstliche Befruchtung zur Welt kommt. Kein Wunder also, dass der Mini-Bär über Nacht zum Star wurde: Hunderttausende stürmten in den Tierpark, standen stundenlang Schlange, sogar eine ORF-Doku wurde über das süße Fellknäuel gedreht. Jetzt dürfte der Hype wieder von vorne beginnen. "Wir rechnen mit einem ebenso großen Interesse wie vor drei Jahren", sagt Zoo-Direktorin Dagmar Schratter.

Mini-Bär ist 10 Zentimeter groß, 100 Gramm schwer
Unklar ist bisher noch, welches Geschlecht das Neugeborene hat, fix ist dagegen: Auch das Baby ist wie Fu Long Chinese und wird wohl nur für zwei Jahre in Wien bleiben. Derzeit ist der Winzling zehn Zentimeter groß, etwa 100 Gramm schwer und kann weder sehen noch selbstständig krabbeln. "Das Einzige, was es bisher tut ist trinken, ruhen und schreien, wenn ihm etwas nicht passt", so Pflegerin Dungl.

Geschwisterchen fiepte noch, dann starb es
Bereits am 12. April war es zur Befruchtung gekommen (Panda-Damen sind nur zwei bis drei Tage im Jahr fruchtbar), am 9. August sahen Pflegerin Dungl und Tierärztin Hanna Vielgrader erstmals einen Fötus auf einem Ultraschallbild. Da war er erst 1,72 Zentimeter groß. Montagfrüh um Punkt 9.45 Uhr setzten bei Yang Yang dann die ersten Wehen ein, die Mutter von Fu Long zog sich in ihre Wurfbox zurück, wo sie nun die kommenden Wochen bleiben wird.

Dramatisch: Die Panda-Dame brachte am Montag sogar zwei Babys lebend zur Welt. Doch wie bei ihrer ersten Geburt überlebte nur ein Mini-Bär. Warum das andere Geschwisterchen starb, soll jetzt eine Obduktion klären.

Wann das Baby erstmals bestaunt werden kann (und wie es heißen soll), bleibt vorerst abzuwarten. Fu Long ließ die Besucher fünf Monate warten.

Wiener Zoo hat den meisten Sex
In keinem Tiergarten in Europa wird so viel gesexelt wie in Schönbrunn.

Erdmännchen, Esel, Elefanten oder Pandas: Fast jede Woche kann der Tiergarten Schönbrunn über neuen, niedlichen Nachwuchs jubeln. Allein Baby-Bulle Tubula lockte Ende August an nur einem Tag 14.000 Besucher in den Zoo. Auch der Mini-Panda wird fix zum neuen Publikumsliebling werden.

Doch was ist das Erfolgsrezept dafür, dass sich gerade in Wien die Tiere so rasant vermehren? "Die derzeitige Häufung ist sicher Zufall, aber unsere guten Haltungsbedingungen spielen sicher auch eine große Rolle", sagt Direktorin Dagmar Schratter stolz. "Wir sind sicher ein Zoo, der mehr Nachwuchs hat, als andere".

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