Winter-Chaos in Österreich

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5 Meter Schnee am Arlberg

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Über zwei Meter (!) Neuschnee in drei Tagen, Vorarlberg nur mehr über Deutschland erreichbar. Der Winter hat den Westen eisern im Griff. Seit Samstag schneit es im Westen durch, die Schneemengen erreichen Rekordwerte: In Hochfilzen gab es seit Samstag 216 Zentimeter Neuschnee – so viel wie seit Beginn der Aufzeichnungen nicht. In St. Anton hat es am Berg bereits 545 Zentimeter Gesamtschnee (!).

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Die Folgen sind fatal: Zahlreiche Straßen sind wegen Lawinengefahr oder umgefallener Bäume gesperrt. Vorarlberg war Montag von der Außenwelt abgeschnitten – um 15.30 Uhr wurde der Weg nach Lech, Zürs, Stuben und Klösterle aber wieder freigegeben. Gargellen im Montafon und die Tiroler Skiorte Ischgl und Galtür blieben weiter nicht erreichbar, Tausende sind ohne Strom.

Video: Die Schneemassen in Ischgl:

5 Straßen im Pinzgau bleiben gesperrt
Nach den starken Schneefällen müssen im Bundesland Salzburg fünf wichtige Straßenverbindungen trotz der ganztägigen Aufräumungsarbeiten weiter gesperrt bleiben. Die Pinzgauer Bundesstraße B311 kann zwischen Taxenbach und Lend voraussichtlich sogar bis mindestens Mittwochabend nicht befahren werden, wie die Bezirkshauptmannschaft Zell am See am Montagabend mitteilte.

Außerdem bleiben die Hochkönig-Bundesstraße (B164) zwischen Hinterthal und Dienten, die Gerlos-Bundesstraße (B165) zwischen Wald und Tirol, die Rauriser Landesstraße L112 (im Bereich Bruderhof von 20.00 bis 5.00 Uhr) sowie die Felbertauern-Bundesstraße zwischen Mittersill und Matrei gesperrt.

Die B311 wird allerdings am Dienstag, zwischen 5.30 Uhr und 8.00 Uhr für Berufspendler aus Rauris und Taxenbach geöffnet. Ab 8.00 Uhr wird von der Post ein Shuttle von der Post-Servicestelle Taxenbach zum Bahnhof Taxenbach eingerichtet. Zwischen Taxenbach und Lend kann über Embach ausgewichen werden, wobei ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen besteht.

Urlauber zahlen selbst
Bis zu 40.000 Urlauber, davon 15.000 in Lech-Zürs, sitzen wegen der Sperren fest – und müssen die Kosten selbst tragen. „Jene, die nicht abreisen können, müssen zusätzliche Nächte bezahlen. Urlauber, die nicht von außen in den Skiort hineinkommen, wird die reservierte Nacht nicht verrechnet“, heißt es aus Lech und Ischgl.

Video: So viel Schnee liegt in Lech:

20 Verschüttete seit Freitag
Bereichsweise herrscht in Tirol Lawinenwarnstufe 4 auf der fünfstufigen Skala. Skifahren außerhalb der Piste ist lebensgefährlich, am Berg haben sich Schneewechten von bis zu 10 Meter Höhe gebildet. Seit Donnerstag mussten 20 Verschüttete geborgen werden, ein vor Silvester verschütteter Südtiroler starb jetzt im Spital.

Heer im Großeinsatz
Landesweit sind 500 Soldaten in Bereitschaft, Hunderte helfen Bahnstrecken freizuschaufeln oder bei Suchaktionen. In Landeck und im Montafon fliegt das Bundesheer mit Blackhawks Erkundungsflüge. Tirols Lawinenexperte Rudi Mair warnt: „Sollte es weiter schneien, haben wir Verhältnisse wie 1999 bei der Lawinenkatastrophe in Galtür und müssen die Lawinen-Warnstufe 5 ausrufen.“
Die Lage dürfte sich vorerst jedoch entspannen: Die Wetter-Experten sagen eine Schönwetter-Periode ab Mittwoch voraus.

Auf der nächsten Seite: Der oe24 LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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