Sommerzeit ab Sonntag

1 Stunde weniger Schlaf

Sommerzeit ab Sonntag

Endlich bleibt es wieder länger hell: Am Sonntag um 2:00 Uhr beginnt die Sommerzeit. Die Uhren werden um eine Stunde auf 3:00 Uhr vorgestellt, das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Ratsam ist es natürlich, die Uhren bereits vor dem Bettgehen umzustellen.
Die "gestohlene Stunde" bekommen wir erst am 26. Oktober wieder zurück. Sonntag der 30. März 2014 ist also der kürzeste Tag des Jahres.

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So lange ist es am Sonntag hell:
Die Tage werden täglich um 3 bis 4 Minuten länger, mit der Sommerzeit bleibt es jetzt auch am Abend länger hell, dafür in der Früh länger dunkel. Je weiter westlich, desto später geht die Sonne auf und dementsprechend auch unter: Die "Zeitverschiebung" zwischen Wien und Bregenz beträgt beachtliche 26 Minuten.

  • Wien: 06:37 - 19:22 Uhr
  • Eisenstadt: 06:37 - 19:21 Uhr
  • St. Pölten: 06:40 - 19:25 Uhr
  • Graz: 06:42 - 19:25 Uhr
  • Linz: 06:46 - 19:31 Uhr
  • Klagenfurt: 06:46 - 19:29 Uhr
  • Salzburg: 06:51 - 19:35 Uhr
  • Innsbruck: 06:58 - 19:42 Uhr
  • Bregenz: 07:04 - 19:48 Uhr

"Mini-Jetlag" bringt das Zeitgefühl durcheinander:
Die "Eulen", wie die Nachtschwärmer im Gegensatz zu den "Lerchen" genannt werden, werden nicht müde, über den "Mini-Jetlag" der Sommerzeit zu jammern. Dabei sind Menschen sehr anpassungsfähig. Bei Flügen in den Fernen Osten oder in die USA muss es ja auch gehen, weiß Schlafforscher Bernd Saletu. Als Faustregel gilt: Pro Zeitzone, was einer Stunde entspricht, benötigt man einen Tag, um sich umzustellen. Also sollte es durch die Sommerzeit keine größeren Probleme geben. Wenn man allerdings ohnehin ein Schlafdefizit aufweist, könnte es durchaus auch zu Konzentrationslücken im Straßenverkehr kommen.

Wunsch nach ganzjähriger Sommerzeit:
Die Zeitumstellung abschaffen und die Sommerzeit als Normalzustand beibehalten - das ist das Ergebnis einer Studie, die das Energieinstitut an der Linzer Johannes Kepler Universität erstellt hat. Demnach bringt die Sommerzeit alleine in Oberösterreich Einsparungen von rund acht Mio. Euro pro Jahr, eine ganzjährige Sommerzeit würde gut das Zehnfache generieren. Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) will mit den Ergebnissen einen Diskussionsprozess, am besten auf EU-Ebene, auslösen. Die Wissenschafter kamen zu dem Ergebnis, dass sie auf die Energieeinsparung, für die sie ursprünglich gedacht war, unter dem Strich nur minimale Effekte bringt. Zwar werde weniger Strom verbraucht, aber auf der anderen Seite steige durch das veränderte Freizeitverhalten der Menschen der Treibstoffbedarf sowie der Energieverbrauch fürs Heizen bzw. Kühlen.

Warum wir die Zeit umstellen:
Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.
Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter - erfolgloser - Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.



 

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