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Steirischer Motorraddieb baut zwei Unfälle

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Steirischer Motorraddieb baut zwei Unfälle

Ein 35 Jahre alter Obersteirer hat nach einem Einbruch in der Nacht auf Freitag gleich zwei gestohlene Motorräder zu Schrott gefahren und sich gegenüber den Einsatzkräften auch noch als Opfer eines unbekannten Unfalllenkers ausgegeben. Die Polizei kam ihm aber rasch auf die Schliche. Der Mann wurde verhaftet und in die Justizanstalt Leoben eingeliefert, so die Sicherheitsdirektion Steiermark am Freitag.

Einbruchsalarm alarmiert Polizei

Knapp nach Mitternacht war eine Polizeistreife nach einem Einbruchsalarm zu einem Motorradgeschäft in der Tragösser Straße in Bruck an der Mur gerufen worden. An der Eingangstür fand sich ein schwer beschädigtes Motorrad.

Dieb meldet "Verkehrsunfall mit Fahrerflucht"

Eine halbe Stunde später ging ein Notruf beim Roten Kreuz ein - ein 35-jähriger Obersteirer brauchte nach einem angeblichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht Hilfe, nur etwa 600 Meter von dem Motorradgeschäft entfernt. Der verletzte Mann gab an, dass er und sein siebenjähriger Sohn, mit dem er zu Fuß unterwegs gewesen sei, vom Lenker eines Kombis angefahren worden seien. Allerdings: Das Kind "fehlte" - der Bub schlief nämlich friedlich bei seiner Mutter in Graz, wie die Polizei herausfand.

Gegen Verglasung der Eingangstür gekracht
Der Obersteirer gab schließlich zu, einen Einbruch in das Motorradgeschäft verübt zu haben und beim Versuch, mit einem gestohlenen Bike wegzufahren, gegen die Verglasung der Eingangstür gefahren und über die Maschine geköpfelt zu sein. Trotz Verletzungen am Kopf und an den Händen stahl der Mann ein weiteres Motorrad, passierte die zersplitterte Tür und fuhr Richtung Kapfenberg davon. Auf dem Weg stürzte er, wobei die Maschine schwer beschädigt wurde. Nachdem er das demolierte Bike auf einem Parkplatz abgestellt hatte, ging der 35-Jährige ein Stück zurück Richtung Tatort und gab sich als Unfallopfer aus.

Gestohlene Kennzeichen entdeckt

In der Wohnung des Mannes wurden zwei gestohlene Kennzeichentafeln gefunden, die er für Fahrten seines nicht zum Verkehr zugelassenen Pkw verwenden wollte. Bei seiner missglückten nächtlichen Tour hatte der Mann einen Gesamtschaden von rund 20.000 Euro verursacht.
 

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