Terror: ER soll Blutbad in Wiener U-Bahn geplant haben

Cobra verhinderte Anschlag

Terror: ER soll Blutbad in Wiener U-Bahn geplant haben

Alarmstufe Rot in der Bundeshauptstadt, die offenbar ganz konkret in das Visier des IS geraten ist. Auch in den nächsten Tagen wird die Bevölkerung noch zu extremer Vorsicht angehalten. Es gab „Hinweise, dass ein Anschlag sehr zeitnah geplant war“, erklärte Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium. Der Zeitraum für das geplante Blutbad: 15. bis 30. Jänner.

Ziel war, möglichst viele Menschen zu töten

Eistraum. Der Ort des Anschlages: die Wiener U-Bahn und jedes andere Ziel, wo man möglichst viele Menschen auf einmal treffen kann, wie etwa die U-Bahn-Station Stephansplatz, der Einkaufstrubel in der Kärntner Straße und am Graben oder der Eistraum, der heuer ab 24. Jänner – so groß wie nie – vor dem Rathaus Zigtausende täglich anlockt.

»Bombenpläne nur im 
Internet recherchiert«

Der mutmaßliche Haupttäter, der die Bombe detonieren lassen wollte oder sogar als Selbstmordattentäter vorgegangen wäre: ein erst 17-jähriger Österreicher mit albanischen Wurzeln aus Neunkirchen, der den Behörden als Kleinkrimineller bekannt war und sich zuletzt im radikalen islamistischen Milieu bewegt haben soll. Im Verhör bekannte er sich zum IS. Konkrete Bombenpläne gab er nicht zu. Nur, dass er Baupläne im Internet recherchiert habe.

Video zum Thema Terrorgefahr in Österreich: Wie sicher fühlen sich Wiener?
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Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich

Nach einem Tipp von befreundeten Verfassungsschützern, dass der Verdächtige kurz davorstand, das Attentat durchzuführen, wurde Lorenz K. am Freitag auf offener Straße von der Cobra festgenommen.

Danach folgten bis in den Samstag hinein Dutzende Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich – auch bei Freunden und möglichen Komplizen. Dabei wurden Handys, Laptops und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt. Der Verdächtige wird vom Verfassungsschutz intensiv ein­vernommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.(kor)

Das erste Psychogramm des Babyface-Bombers

 

 Neunkirchen. Der Verdächtige ist einer von zwei Söhnen eines aus Tirana zugewanderten Albaners, der sich in Neunkirchen niederließ. Dort besuchte Lorenz K. die Neue Mittelschule.

 Kleinkriminalität. Aufgefallen ist er bisher nur wegen kleinerer Delikte wie Diebstahl oder Körperverletzung.

➜ Umzug nach Wien. Wie der Jugendliche mit einem Faible für den palästinensischen Mafia-Klan Abou-Chaker in Berlin und die Musik von Bu­shido in Salafistenkreise geriet, ist noch offen.

 Gefängnis. War es die Verbüßung einer Gefängnis­strafe, wo er auf islamistische Mitgefangene traf? Begegnete er dort Mirsad O., dem gefährlichsten Prediger Österreichs, oder auch einem seiner Mitstreiter?

 Kampfname. Jedenfalls soll Lorenz K. danach den IS-Kampfnamen „Sabur Ibn G.“ angenommen haben: Sein Twitter-Profil zeigt Mirsad O., den er augenscheinlich anhimmelt.

 Vernetzt. Lorenz K. zog nach Wien, wurde aber von den Nachbarn so gut wie nie gesehen. Laut ÖSTERREICH-Infos war er oft in Deutschland, wo er immer tiefer in den Islamisten-Sumpf geriet.

 Pläne. Vor seiner Verhaftung am Freitag, 18.06 Uhr, nahe seiner Wohnung in Wien soll der 17-Jährige mit dem Babyface wieder in Deutschland gewesen und mit konkreten Terrorplänen, wenn nicht sogar mit einer Bombe im Gepäck zurückgekommen sein. Auch der Tipp, dass er in Wien einen Anschlag verüben wollte, kam aus Deutschland – vom dor­tigen Bundesnachrichtendienst. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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