Wien pfeift auf hitzefrei für Fiaker

ÖSTERREICH deckt auf

Wien pfeift auf hitzefrei für Fiaker

Samstag, 12.38 Uhr, Albertina-Platz: Mitten in der prallen Sonne stehen zwei Gespanne von Fiakern und warten auf Kundschaft – während einige Pferde am anderen Platzende im Schatten stehen, leiden diese Tiere eine gute halbe Stunde ungeschützt in der Sonne.

ÖSTERREICH misst nach. ÖSTERREICH misst wenige Meter neben den geschundenen Fiaker-Pferden nach: Das Thermometer zeigt binnen kürzester Zeit 36 Grad an.

Und die Tiere müssen 
an diesem Samstag noch Stunden in der prallen Sonne verbringen – bei Temperaturen, die an vielen Stellen auf weit über 40 Grad ansteigen.

Der zweite Beweis. Leider ist das kein Einzelfall – schon am Donnerstag maß die ZAMG laut Wiener Tierschutzverein an einem Fiakerstandplatz ebenfalls weit über 35 Grad. Bis Mitte der kommenden Woche soll die Quecksilbersäule auf bis zu 39 Grad hinaufschnellen. Doch von der im Vorjahr groß angekündigten Erleichterung – laut Tierschutzgesetz soll es ab 35 Grad hitzefrei für Fiaker geben – ist weit und breit keine Spur.

Gesetz wird ignoriert. Trotz einer aktuellen Ankündigungen von Stadt­rätin Ulli Sima (SPÖ), dass streng geprüft werde, wird das gesetzliche Limit für Fiaker von 35 Grad einfach ignoriert, sieht die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines Madeleine Petrovic einen handfesten Skandal: „Es kann doch nicht sein, dass an derart heißen Tagen das geltende Gesetz nicht angewandt wird.“Josef Galley

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