2 Tote bei schwerem Bergunfall am Großglockner

Abgestürzt

2 Tote bei schwerem Bergunfall am Großglockner

Ein Alpinunglück hat am Freitag zwei Bergsteigern am Großglockner das Leben gekostet. Eine fünfköpfige Seilschaft war in eine Gletscherspalte gestürzt. Eine Frau konnte sich - trotz schwerer Verletzungen - selbst befreien, zwei weitere wurden schwer verletzt geborgen und ins Spital geflogen. Alle fünf sind polnische Staatsbürger. An der Rettungsaktion in mehr als 3.000 Metern Seehöhe waren insgesamt vier Hubschrauber, Bergretter und Alpinpolizei beteiligt.

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Die zwei Männer und drei Frauen waren über den sogenannten Hoffmann-Gletscher in Richtung der Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe (3.454 Meter Seehöhe) unterwegs, als etwa 400 Meter unterhalb der Hütte das Unglück geschah. Ein Kletterer dürfte ausgerutscht sein, und hat die anderen vier mitgerissen.

Hoffmann-Gletscher wegen Hitze mit Spalten übersäht
Der Hoffmann-Gletscher ist derzeit aufgrund der langandauernden Sommerhitze mit Spalten geradezu übersät und entsprechend gefährlich zu queren. Viele Alpinisten ziehen daher inzwischen bereits den Aufstieg über die Osttiroler Seite, also von Kals aus, auf die Erzherzog-Johann-Hütte vor. Die Hütte, die von Ende Juni bis Ende September bewirtschaftet wird, ist beliebter Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Gipfel. Von ihr aus bis zum Gipfelkreuz ist man gerade einmal eineinhalb Stunden unterwegs.

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Grün: Normalweg, Orange: Sturzstrecke, Violett: Spalten

Die Alpinisten aus Polen schafften es jedoch nicht so weit. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Die verletzten Bergsteigerinnen wurden mit Hubschraubern in mehrere Krankenhäuser geflogen.

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