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Schmuggeln

Trafikanten steigen auf Barrikaden

Flugzettel der Kompas-Läden an der slowenischen Grenze regen die Trafikanten weiter auf. Noch dazu, weil die Zettel von der Post verteilt wurden.

Heimische Post hatte Flugzettel mit Aufruf zum „Schmuggel“-Einkauf in slowenischen Kompas-Läden verteilt
Tausende Flugzettel, in der letzten Woche verteilt an Kärntner Haushalte vor allem in Villach und in Klagenfurt, sorgen weiter für Aufregung unter den Trafikanten.

Wird dort doch ganz offen zum Schmuggel von Zigaretten von Slowenien nach Österreich eingeladen, sagen die Trafikanten.

„Bei 800 Stück sparen sie 70 Euro“ steht in großen Lettern darauf - ÖSTERREICH berichtete. Die Recherchen der Trafikanten brachten nun schon etwas Licht in den mysteriösen Fall: Als Verteiler wurde die Post geortet. „Wir haben demnächst schon ein Gespräch mit dem Monopol“ so der Villacher Trafikant Harald Pichler.

„Schmuggel-Anstiftung“
Er droht sogar mit dem Staatsanwalt: „Der Aufruf, 800 Zigaretten mitzunehmen, ist auch gleichzeitig Anstiftung zum Schmuggel und ist strafbar, der Auftraggeber und das sind die Betreiber der vielen Kompas-Läden an der Grenze muss wissen, dass nur eine Stange mit maximal 200 Stück Zigaretten nach Österreich gebracht werden dürfen“. Was Pichler außerdem pikant findet: „Verteiler ist unsere Post, die mit Steuergeld gestützt werden muss. Ausgerechnet die versuchen nun, uns das Wasser beim Tabak abzugraben, das finde ich überhaupt besonders verwerflich.“ Seitens der Post gab man sich am Mittwoch gegenüber den Trafikanten bedeckt.

Am Flugzettel steht ganz klein der Vermerk „Zugestellt durch die Post.at Gruppe“. „Geht es nach mir, ist hier die Staatsanwaltschaft die nächste Station. Wir müssen die Vorgangsweise nur noch in den Gremien absprechen“ so der Villacher Trafikant Pichler, der auch deren Pressesprecher in Kärnten ist. Es soll dann so schnell als möglich Anzeiger gegen die Hintermänner gemacht werden.

Post hat Zustellpflicht
„Für uns ist der Fall klar, so lange ein Poststück nicht gegen die Pornografie verstößt oder beleidigende verhetzende Inhalte hat, sind wir verpflichtet, das auch zuzustellen“, so der Pressesprecher der Post, Andreas Pachler. Ausgeschlossen ist auch die Beförderung von lebenden Tieren und von Gefahrengut.



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