Licht ins Dunkel am LKH

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Licht ins Dunkel am LKH

Zu einem Tag der offenen Tür lud Donnerstag in Klagenfurt die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KABEG). Die heißesten Informationen um das Landeskrankenhaus (LKH) und ihre Betreiber wurden aber verschwiegen, nicht aber in ÖSTERREICH: So schreiben sich geplagte Mitarbeiter in Leserbriefen ihren Frust von der Seele und sprechen von „einem Klima der Angst und das Misstrauens, das in den vergangenen Jahren systematisch aufgebaut wurde.“ Man sei bestrebt, Meinungen von Mitarbeitern zu unterdrücken oder in jeden Fall zu kontrollieren. Als Beispiel wird der Fall das medizinischen Direktors Peter Lind genannt: Nur wenige Tage vor seiner Bestellung verlangte er für das LKH-Neu mehr Betten und Dutzende Stellen mehr für die Ärzte. Davon ist nun keine Rede mehr. „Wie kann man da Vertrauen haben in die Leitung haben?“, fragt sich ein Mitarbeiter.

Goldene Verträge
Mittlerweile sickerte durch, dass durch schlampige Abrechnungen angeblich auch in der Ambulanz des Spitals 1,3 Millionen Euro verwirtschaftet wurden. In Nebenvereinbarungen die mit dem Direktorium des LKH geschlossen wurden scheinen Dinge auf, die an die goldenen Sechzigerjahre erinnern: Zu den fetten Gehältern von jeweils 12.100 Euro wurden Indexanpassungen eingebaut, steigen die Lebenskosten, steigen auch die Gehälter. Herwig Wetzlinger, der kaufmännische Direktor darf sogar, sollte er aus seiner Position einmal gefeuert werden, zum Letztbezug in die EDV, von wo er herkam, zurückkehren. Er wäre dann vermutlich der am besten bezahlte EDV-Mitarbeiter Österreichs.Ebenso gut waren die Vereinbarungen des nun abgelösten medizinischen Direktors Thomas Koperna, der aus freien Stücken seinen Posten an Peter Lind abgegeben hatte.

Lostag für Kabeg
Freitag soll dem Aufsichtsrat der KABEG der Organisationsplan für das LKH-Neu präsentiert werden Es geht um Einsparungen in der Höhe von 20 Millionen Euro. Indessen erhebt eine externe Firma weiter Schwächen und Ungereimtheiten innerhalb des LKH. Aufgeklärt werden sollen Abgänge aus dem Anlagevermögen der Betriebsgesellschaft wie Laptops, und ganze Büroausstattungen. Auch jahrelange Rahmen- und Kettenverträge geprüft werden, wodurch Aufträge ohne Ausschreibung möglich waren.

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