21. 08. 2009, 06:53

Versteckt

Kampusch wurde zum Einsiedlerkrebs

Der Fall Natascha Kampusch
© Kernmayer

Drei Jahre nach ihrer dramatischen Flucht erzählt Natascha Kampusch über ihr derzeitiges Leben. Sie fühlt sich eingesperrt und missverstanden.

Natascha Kampusch gelang vor genau drei Jahren die Flucht aus dem Verlies, in das sie Wolfgang Priklopil acht Jahre lang sperrte. In einem sehr offenen und persönlichen Interview mit der renommierten Süddeutschen Zeitung beschreibt die mittlerweile 21-jährige Kampusch ihr Leben danach – es scheint geprägt von Einsamkeit. „Ich fühle mich wie eine Pflanze, die irgendwohin geschwemmt wird, kurzfristig Wurzeln fasst, dann wieder treibt ... Ich fühle mich schon ein Leben lang wie in einer Warteschleife, nun hoffe ich, dass bald der Hauptfilm anläuft.“

Kampusch fühlte sich wie ein Forschungsobjekt
„Ich habe Angstzustände, bin zum Einsiedlerkrebs geworden“, sagt Natascha.

Der Grund: Die aktuellen Spekulationen um die ungeklärten Hintergründe ihrer Gefangenschaft belasten sie enorm. Sie verschanzt sich derzeit zu Hause, hat keine Freunde. In der Wohnung züchtet sie Kakteen, stellt Objekte zu Stillleben zusammen und fotografiert sie. „Ich fürchte mich vor dem Ganz-Alleine-gelassen-Werden“, sagt sie leise dem Zeitungs­reporter.

Gleich nach ihrer Flucht begann ihr Leben erneut, zur Belastung zu werden: Jeder gab vor, das Beste für sie zu wollen, doch von den Ärzten im Wiener Krankenhaus wurde sie wie ein „Forschungsobjekt“ betrachtet.

Kampusch kann seitdem immer noch nicht die Kontrolle über ihr Leben übernehmen. Sie kann kaum eigene Entscheidungen treffen – immer drängen sich Berater auf, die den Kurs für sie vorgeben:

„Viele Menschen meinen, sie müssten mein Leben für mich in die Hand nehmen.“ Ihre Eltern, Mutter Brigitta Sirny und Vater Ludwig Koch, mischen sich ebenso andauernd ein: „In meinem Keller war ich perfekt, abgeschlossen und beendet. Aber heute haben mir die Leute mein Ich-Sein genommen ? Damals war ich so, wie ich bin, wenn mich niemand beeinträchtigt.“

Aus diesem Grund zog sich das Entführungsopfer in der vergangenen Zeit noch mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Sie lässt sich von Privatlehrern auf den Hauptschulabschluss vorbereiten.

Stark bedrängt wird Natascha, sobald sie auf die Straße tritt. Die zunehmenden Anfeindungen auf der Straße setzen ihr besonders zu. In Österreich rückt sie in den Augen der Menschen immer mehr von der Opfer- in die Täterrolle – erzählt Kampusch dem Reporter der Süddeutschen Zeitung. „Immer noch muss ich mich ständig verteidigen, weil ich bin, wie ich bin“, beklagt sich jetzt Kampusch. „Ich musste erwachsen werden auf einen Schlag.“

Natascha: „Täter wollte mich nicht einschränken“
Lange erzählt Natascha im Interview über ihren Entführer Wolfgang Priklopil: „Der Täter hat mich sein lassen, mich als mich eingesperrt. Das war so eine Ehrlichkeit. Er wollte, dass ich noch besser werde, mich nicht einschränke. Sie musste noch Ich sein, diese Person, die er unterdrückt, demütigt, quält und schlägt.“

Kampusch kann offensichtlich den Ort des Verbrechens nicht loslassen: Vor ungefähr einem Jahr kaufte sie sich das Haus. Sie kümmert sich darum, putzt und verbringt einige Zeit dort.

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wien16 meint am 22.08.2009 10:52

niemand kann mehr die fre... von der kampusch und der arigona sehen. kann man die eine in der versenkung lassen, da wo sie hingehört und die andere samt "mutter" endlich in den kosovo schicken.

Dagobert0 meint am 22.08.2009 10:28

Wie der Sohn eines Österreichers, der von den brasilianischen Behörden festgehalten wird und keine Freigabe zur Ausreise erhält, obwohl seine kleine Schwester in diesem Land zu Tode gefoltert wurde? Und die Österreichische Vertretung in Brasilien nicht in der Lage ist, eine Lösung herbeizuführen. Aber Zeit hat, sich damit zu beschäftigen ob man nicht Albanien in die EU aufnehmen sollte! Kein Wunder, dass immer mehr Kriminelle nach Brasilien auswandern, da sie sich dort sichtlich sehr wohl fühlen können!

werwobel meint am 23.08.2009 10:33

...wieviele Österreicher im Ausland so behandelt werden, obwohl nicht wenige im Ausland - Thailand, Kambotscha, Afrika, etc. -, deren Kinder missbrauchen. Und wie oft kommen bei uns Ausländer unschuldig in Schubhaft.

CHILI meint am 21.08.2009 17:25

Ich kenne keinen Einsiedlerkrebs, der mit Zeitungsleuten redet.

rose meint am 21.08.2009 14:15

nicht mehr auf dem platz gehen wo man schlechte dinge erlebt hat, sonst kann man es nicht verarbeiten, daher verstehe ich es nicht mit dem haus und dem auto. es ist sehr traurig dass sie sich vom vater ganz zurückgezogen hat, er hat nie die hoffnung aufgegeben sie zu finden. besser wäre es für sie aufs land zu ziehen irgend wohin wo sie niemand kennt und neu anfangen, wie die mutter von den inzest kindern. sie hat es sicher auch nicht leicht, aber sie hat von der umwelt ruhe, da sie sich nie im mittelpunkt gestellt hat. man muss sich überlegen was einem wichtiger ist,die medien oder die ruhe. der ganze rummel schlägt sich halt nieder.

printmaus meint am 21.08.2009 14:14

Wenns doch nur so wäre.
Ich will diese Fresse nicht mehr sehen!

werwobel meint am 23.08.2009 10:32

...klicke einfach Artikel über die Kampusch nicht mehr an. So einfach kanns gehen!!!

Drache meint am 21.08.2009 14:14

Ja wer sich die Horrorburg wo das Verbrechen geschah einverleibt und das Auto des Täters dazu ist nicht glaubwürdig ein armes Opfer zu sein! Mit der Wahrheit happerts ja auch noch immer.

Dagobert0 meint am 21.08.2009 13:03

.

nichtmehroe meint am 21.08.2009 12:43

daß Sie so derartig verfolgt wird.
Ich sah sie vor einigen Wochen in der U1 mit einem Begleiter(Betreuer?), und keiner hat sie angesprochen oder ihr irgendwas getan....

Irgendwann interessiert es einem wirklich nicht mehr,aber was tut man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben?

buecherwurm meint am 21.08.2009 12:17

sie lässt niemanden an sich heran, alle meinen es immer nur böse mit ihr. und mit dem vater hat sie auch gebrochen (von dieser mutter würde ich ihr persönlich sowieso abraten). WARUM?
sie hat millionen bekommen durch spenden und wollte sich doch einmal um solche wie sie kümmern. und was tut sie mit dem geld? haus und auto kaufen. dann sagt sie nicht was wirklich los war und flüchtet sich in ausreden.
und sie wundert sich tatsächlich wieso die bevölkerung sie nicht mag oder in ruhe lässt?
die presse lässt sie doch auch nicht in ruhe...
tipp: auswandern! wo sie keiner kennt...

rh66 meint am 21.08.2009 11:48

mit der abgesagten Polizeikontrolle!
Kampusch sagte sofort nach ihrer Flucht aus, sie wäre bei einer Polizeikontrolle geflohen, ebenso berichtete der Freund Priklopils, daß dieser von einer Flucht bei einer Polizeikontrolle sprach.
Zwei unabhängig voneinander gemachte Aussagen also.
Zwei Tage nach der Flucht wurde die Version vom Beraterstab umgeschrieben, jetzt war plötzlich die Rede von einer Flucht beim Staubsaugen des Autos im Garten Priklopils.
Warum mußte die Geschichte geändert werden?
Die Polizeikontrolle muß man nicht vertuschen, außer es kam dort gar nicht zu einer echten Flucht, sondern Kampusch konnte sich z.B. nicht ausweisen und deshalb flog das Ganze auf!

rh66 meint am 21.08.2009 12:17

Und somit wäre bekannt geworden, daß Kampusch zu diesem Zeitpunkt eben schon eine normale gewollte Beziehung mit ihm führte, unabhängig davon was er ihr in jüngeren Jahren angetan hatte!

werwobel meint am 23.08.2009 10:32

Stockholm Syndrom. In solchen Situationen neigen Opfer zu Symphatien gegenüber ihren Peinigern. Das ist psychisch nicht abwegegig, und nach so vielen Jahren - in denen doch der Priklopil auch für ihren Erhalt (Essen, etc.) sorgte -, praktisch unumgänglich.

terrorcat meint am 21.08.2009 11:44

in der süddeutschen zeitung. da hat sie sich ja das richtige medium ausgesucht, da kann dieses blattl wieder gegen österreich polemisieren. :(

rh66 meint am 21.08.2009 12:19

Ö-Sanktionen-Scharfmacher wirds schon richten ...

miramare09 meint am 28.08.2009 09:19

träumst du nachts - angst vor den deutschen - hast du kein selbstvertrauen - oder was soll das - du bist arm!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

puch meint am 21.08.2009 11:03

arm ist sie net sondern voll depat

lappentoppen meint am 21.08.2009 10:25

Frau Kampusch ist weder eine Arme Frau noch sonst was, ist samt Mutter ein ziemlich schlaues Fräulein. Und eingesperrt gewesen - darüber kann man streiten, niemand der in einem Loch haussen mußte für so lange Zeit kommt so gebildet stark dort raus!

ansgar meint am 21.08.2009 10:38

Wenn jemand eingesperrt wird, hat er/sie Zeit zum Lesen.

lappentoppen meint am 21.08.2009 15:02

naja lesen schon aber in dem Alter wo Frl.Kampusch eingesperrt worden ist kann man zwar lesen, aber ob man auch begreift was man liest!!!?? Das halte ich für ein Posting das unter der Hitzewelle leidet samt Schreiber!

werwobel meint am 23.08.2009 10:33

Du darfst nicht von dir auf andere schließen.

AlBundyfan meint am 21.08.2009 16:11

weil sie so gebildet ist deshalb macht sie ja jetzt ihren HAUPTSCHULABSCHLUSS nach.

und bei jedem interview von ihr hat man gemerkt wie schwer sie sich tut zusammenhängende sätze zu bilden.

ichglaubsnicht meint am 21.08.2009 17:25

noja, wenn das ein al-bundy-fan sagt, ist zwar dieser - aber es nicht weiter - tragisch!

karibik1002 meint am 21.08.2009 10:23

Es gibt nicht 2 Täter die da ein Spiel gemacht haben.Der erste hat sich leider selbst umgebracht,die 2.-te ist ihre Mutter und die 3.-te im Bunde ist Natascha selbst.Sie hat genau gewusst was Sie tut.Am Anfang vielleicht nicht,aber später schon.Wie kann es sein dass Natascha nicht flüchtet wenn Sie einkaufen geht,Ski-fahren geht usw...!!!Die hat genau gewusst was Sie macht.Die soll endlich mal die Wahrheit sagen und nicht immer die ARME spielen und die Bevölkerung veräppeln.Ausserdem sollte sich endlich wieder in den UNDERGROUND gehen.Es interessiert keinen mehr was mit Ihr ist

moewi meint am 21.08.2009 11:16

Zuerst unterdrückt vom Entführer, dann von den Leuten, die es sooo gut meinten, aber eigentlich sich alle nur selbst darstellten und fest verdienen wollten.
Dann war sie halt schifahren mit dem Entführer - aber der Druck, unter welchem sie stand, war sicher auch dabei. Er hat ihr sicher Angst gemacht und ihr gedroht. Und wenn man dann als Kind nicht davon läuft -IST ES KEIN WUNDER!!
Laßt sie doch endlich in Ruhe.
Die letzten drei Jahre wurde sie so oft falsch beraten, ausgebeutet, etc., daß es kein Wunder ist, wenn sie sich in das Verlies zurück sehnt.

smz meint am 21.08.2009 13:23

der P.droht NK.das er ihre Eltern umbringt wenn sie weglaufenwürde,wie kann er die Eltern umbringen wenn er mit NK. Skiurlaub macht ? wäre sie weggelaufen hätte P.länger nach Wien gebraucht als NK. zur nächsten Polizeistelle.Da gab es sicher einen zweiten Täter,oder NK. wollte gar nicht abhauen.

CHILI meint am 21.08.2009 17:25

erkannt. Mein Kompliment. Trifft die Sache genau auf den Punkt.

russkehrer meint am 21.08.2009 08:38

man sollte frau kampusch endlich in ruhe LEBEN lassen.alle ihre kritiker wissen nicht was frau kampusch in ihrer gefangenschaft erleben musste.und das schon als 10jähriges kind.sie war opfer ,und wird jetzt zur lügnerin und täterin gemacht.
frau kampusch ist eine starke frau ,und ich hoffe sie stehtdie kritiker undden neid von denen durch.
lasse man frau kampusch endlich in ruhe,.sie hat alles erzählt ,und ich find das genug,mehr geht der öffentlichkeit nichts an

Fuxi meint am 21.08.2009 11:06

ja, das stimmt schon, man sollte sie jetzt wirklich mal in Ruhe lassen. Aber andererseits arbeitet Natascha Kampusch selbst DAGEGEN! Immer wieder liest man Interviews von ihr, immer wieder gibt sie Stellungnahmen zu diesem oder jenem, sie taucht bei öffentlichen Events auf... so verhält sich nicht jemand, der Ruhe will, sondern eher jemand, der Angst hat, aus dem (lukrativen?) Medieninteresse zu verschwinden. Wenn sie Ruhe will, darf sie eben nichts mehr sagen öffentlich und darf nicht alle 1-2 Monate wieder irgendwo ein Interview geben!

CHILI meint am 22.08.2009 12:21

Ja, an sollt die Kampusch N. in Ruhe lassen, aber da sie uns nicht in Ruhe läßt, bekommt sie einfach was zurück:-)

Bieromane meint am 21.08.2009 08:16

...ein einfaches Mittel, liebe Natascha - sag endlich die GANZE Wahrheit, auch wenn Du dadurch Deine Mutter ans Messer lieferst, erst dann wirst Du frei sein!

wien16 meint am 21.08.2009 09:18

richtig. einfach einmal die wahrheit sagen und dann glich die z unrefcht bekommenen gelder retounieren und schon lebt es sich freier

Caesarino meint am 21.08.2009 08:14

sei Dank! Hoffentlich bleibt sie lang im Versteck und verschwinder von der Bildfäche. Eine Augenweide ist sie eh nicht.

ansgar meint am 21.08.2009 08:50

Indiskutable Meldung.

Shark meint am 21.08.2009 09:11

Na ich möchte nicht wissen, wie du aussiehst. Wer so eine blöde Meldung losläßt, kann nicht ganz dicht sein.

Diagonale Eröffnung Das alljährliche Stelldichein der österreichischen Filmszene wurde mit der Vergabe der Schauspielpreise eröffnet - der grosse ging an Brandauer