Anschlag mit Stinkbombe auf Oberbank

Traun

© Reuters

Anschlag mit Stinkbombe auf Oberbank

Schock in Traun (Bez. Linz-Land): Mitten im vormittäglichen Einkaufstrubel heulten gestern gegen 10.40 Uhr die Sirenen, Einsatzkräfte sperrten Teile der Fußgängerzone rund um die Oberbank. Grund: Kunden hatten Gasgeruch wahrgenommen. "Wir haben sofort begonnen, das fünfgeschossige Gebäude und angrenzende Häuser zu räumen", so der Einsatzleiter der Feuerwehr.

Ampeln aus
Die Bank sowie Wohnungen und eine Arztordination mussten evakuiert werden. Insgesamt 50 Menschen wurden aus den Gebäuden geholt, 15 Personen kamen im Rathaus unter. Derweil lief die Suche nach dem Leck. "Wir haben sogar die Ampelanlage ausgestellt, selbst die hätte ja was entzünden können", so der Feuerwehrler.

In Aufruhr
Kurz nach 12 Uhr dann die Entwarnung: Kein Gasleck, aber ein anderer Fund: "Es wurde Tetrahydrothiophen ausgebracht", so Klaus Wimmer von der Linz AG. Die ungiftige Schwefelverbindung wird als Geruchsstoff im geruchslosen Erdgas verwendet, um dieses zu messen. "Ein Tropfen bei der Lüftung dürfte ausgereicht haben, um die Leute in Aufruhr zu versetzen." Komisch ist nur, dass der Stoff, der nach faulen Eiern stinkt, nicht frei verkäuflich ist.

Die Polizei Traun ermittelt nun gegen unbekannt, wertet die Videos in der Filiale aus. Bei der Feuerwehr witzelt man bereits: "Da hat wohl jemand keinen Kredit bekommen."

Autor: (bom, hij)
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