Tödlicher Unfall mit Kinderwagen: ÖBB zieht jetzt Konsequenzen

Mehrere Maßnahmen

Tödlicher Unfall mit Kinderwagen: ÖBB zieht jetzt Konsequenzen

Nach dem folgenschweren Zwischenfall Anfang Oktober am Bahnhof Puch bei Hallein, wo der Sog eines Zuges einen Kinderwagen erfasst hatte und ein Kleinkind tödlich verletzt worden war, wollen die ÖBB aufrüsten. Mit neuen Durchsagen, Plakaten und Halteschlaufen für Kinderwagen soll die Sicherheit an den Bahnhöfen erhöht werden.

Konkret gehe es um die Montage von Halteschleifen, wie sie etwa in S-Bahn-Garnituren für die Befestigung von Fahrrädern, Rollstühlen und Kinderwägen zum Einsatz kommen. Mit den Umbauarbeiten soll heuer noch begonnen werden. In Ausarbeitung befand sich vorerst noch die Adaptierung jener Durchsage, die durchfahrende Züge ankündigt. Künftig soll explizit auf die Gefährdung von Kinderwägen hingewiesen werden. "Wo es einen Fahrdienstleiter gibt, wird das schon durchgesagt", versicherte der Bahn-Sprecher. Mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit führen die ÖBB außerdem Gespräche über weitere Maßnahmen.

Bereits nach einem ähnlichen Unglück in Linz-Ebelsberg im April 2015, wo ebenfalls ein Buggy durch den Luftzug eines einfahrenden Zuges auf die Gleise gerissen wurde und ein Baby ums Leben kam, hatte man Warnungen vor dem Luftzug durchfahrender Züge plakatiert. Wartende werden zudem in Durchsagen aufgefordert, ausreichend Abstand zum Gleiskörper zu halten und bei Kinderwägen die Bremsen zu ziehen, so ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger. Auch in einem Kino-Werbespot weise man auf diese Gefahr für Kinderwägen hin.

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