Grünes Licht für billige Öffis in Tirol

Geplante Tarifreform

Grünes Licht für billige Öffis in Tirol

Die gute Auslastung der Öffis während der EURO gab eindeutige Impulse für Neuerungen im Bereich der öffentlichen Verkehrsmitteln in Tirol: Im Juni verzeichneten Bus und Bahn ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vormonat Mai.

Wunsch nach Änderung
Diese Zahlen haben den Verantwortlichen allem Anschein nach gefallen. Derzeit werden Gespräche über konkrete Änderungen beim Verkehrsverbund Tirol (VVT) geführt. LH-Stellvertreter Anton Steixner, zuständig für den Nahverkehr in Tirol, bestätigt gegenüber ÖSTERREICH: „Eine Rekordinflation und der ständig steigende Spritpreis machen den Menschen zu schaffen. Es ist nötig, dass die Tiroler finanziell spürbar entlastet werden.“

Ein Koalitionsabkommen der SPÖ mit der ÖVP sieht nun vor, den Benutzern von Bussen und Zügen eine ganze Reihe von Verbesserungen zu bieten. Von LH-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) heißt es dazu: „Insbesondere die ländlichen Regionen sollen flexible und bedarfsgerechte Lösungen erfahren.“ Nicht nur das Streckennetz soll ausgebaut werden, Fahren mit den Öffis soll vor allem auch billiger werden. Die VVT-Jahreskarte für Pendler soll gemäß dem Modell „Acht Monate bezahlen – zwölf Monate fahren“ verbilligt werden. Bis dato gilt die Devise: „Zehn Monate zahlen – zwölf Monate fahren.“

Beispiel
Ein Beispiel: Derzeit müssen für eine Jahreskarte der Klasse „Regio-Karte“ 918 Euro berappt werden. Dies entspricht zehnmal dem Monatspreis von 91.8 Euro. Pendler aus allen Regionen wie Kufstein, Stubaital, Ötztal oder Landeck können damit nach Innsbruck fahren. Wenn die neue Regelung in Kraft tritt, wären für das Jahresticket nur mehr 734,4 Euro zu bezahlen – eine Ersparnis also von fast 200 Euro. Landesrat Anton Steixner stellt künftig auch in Aussicht, dass „Studenten, Lehrlingen und Pensionisten unter die Arme gegriffen werden soll“. Auch eine Familienjahreskarte für das VVT-Netz soll es künftig geben. Des Weiteren laufe die Aktion „Sommerfreifahrt bis 1. September“ für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre schon.

Ab wann die Fahrgäste die Änderungen finanziell spüren? Steixner: „Die Reformen werden in den nächsten Monaten ausverhandelt und treten in weiterer Folge zügig in Kraft.“

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