Hektischer Almabtrieb

180.000 Tiere

© Zoom Tirol

Hektischer Almabtrieb

Wie gefährlich der Viehabtrieb ist, zeigt ein Zwischenfall in Nieder­thai. Ein 400-Kilo-Stier sah Sonntag Rot, als er von einer Bäuerin in den Stall getrieben wurde. „Das Jungtier attackierte die 53-Jährige. Es warf sich mit voller Wucht auf die Landwirtin und drückte sie zu Boden“, schildert ein Polizist die dramatischen Szenen. Zum Glück wurde die Frau aus Niederthai bei dem Angriff nur leicht verletzt. Sie konnte sich noch rechtzeitig befreien und sich über einen Zaun in Sicherheit bringen. Der wild gewordene Stier war indes nicht zu beruhigen und ging in weiterer Folge auch auf den Ehemann der 53-Jährigen los. Auch er überstand die tierische Attacke unbeschadet.

180.000 Tiere
In allen Teilen Tirols werden im September die Tiere von den Almen abgetrieben. So werden in den nächsten Wochen wieder 180.000 Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen von insgesamt 2.600 Almen ins Tal getrieben. Dies führt manchmal zu hektischen Situationen, wie zuletzt in Neustift. Die Rinderherde eines Bauern war kaum zu bändigen. Einige Tiere büxten aus und konnten nur mit Mühe auf den Weg zum Stall zurückgebracht werden. „Die Kühe kamen unter anderem Fahr­zeugen von Schaulustigen gefährlich nahe. Ein Glück, dass es keine Sachbeschädigungen gab“, stöhnt ein Beamter der Exekutive.

Freilich stellt der jährliche Almabtrieb in Tirol einen feierlichen Schlusspunkt in der Almsaison dar. Und der wird gebührend gefeiert. Die Landwirte freuen sich über den ertragreichen Sommer und kredenzen in ihren Dörfern Schmankerln. So etwa in Landl im Thierseetal, wo am 19. und 26. September gefeiert wird.

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