Mega-Razzia in Innsbrucks Bordell-Szene

Rotlicht

© Sommer

Mega-Razzia in Innsbrucks Bordell-Szene

Es war die größte Razzia im Rotlicht-Milieu seit dem Jahr 2006. 65 Polizisten und 15 Beamte der Spezialeinheit Cobra räumten am Dienstagmorgen seit 6.30 Uhr die illegale Innsbrucker Szene auf. „Wir haben uns hauptsächlich auf den Stadtteil Hötting konzentriert“, berichtet Einsatzleiter Christoph Hundertpfund im ÖSTERREICH-Gespräch.

Erfolgreicher Einsatz
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Sieben verhaftete Zuhälter, sichergestellte Drogen aller Sorten, zwei Cannabis-Plantagen. Noch dazu wurden 15 Prostituierte in ihren Wohnungen „besucht“. „Es ging uns vor allem um den illegalen Straßenstrich und um illegale Wohnungsprostitution, so der Kripo-Beamte. Mehrere Festnahmen folgten.

Telefone abgehört
Die Aktion war gut vorbereitet: Nach monatelangen Ermittlungen im Hintergrund und Hunderten abgehörten Telefonaten hatte das Landeskriminalamt genug Informationen, um den Zuhälterring hochgehen zu lassen. Viele der amtsbekannten Zuhälter wurden bei dem Einsatz als gewaltbereit und bewaffnet eingestuft. Deswegen fackelte das Einsatzkommando Cobra nicht lange. Mit Rammen wurden die Türen der Verdächtigen eingedrückt, die schlafenden Kriminellen – denen auch noch Menschenhandel vorgeworfen wird – hatten keine Chance.

Staatsanwalt ermittelt
„Alle Fälle haben wir der Staatsanwaltschaft übergeben, die bereitet jetzt die Verfahren vor“, weiß Hundertpfund.

Notwendig war die Mega-Razzia geworden, da sich das illegale Rotlicht-Milieu in Innsbruck wieder auffallend erweitert hatte. Nach der groß angelegten Kontrolle 2006 hatte sich die Szene in alle Richtungen verflüchtigt.

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