Lawinen-Drama um Jugendlichen

Bludenz

Lawinen-Drama um Jugendlichen

Drei Skitourengeher sind am Dienstagnachmittag bei einem Lawinenabgang bei Lech am Arlberg verschüttet worden. Ein Jugendlicher konnte nur mehr tot aus den Schneemassen geborgen werden. Sein Vater und ihr Skiführer wurden ebenfalls verschüttet, konnten sich jedoch selbst befreien bzw. wurden von den Einsatzkräften ausgegraben, so die Polizei.

Die vierköpfige Gruppe - der Vater mit seinen zwei Söhnen und ihr Skiführer - waren im Bereich Madloch - Fauler Stock im freien Skigelände unterwegs, als sich gegen 13.15 Uhr eine Lawine löste. Drei der Skitourengeher wurden verschüttet. Zwei der Wintersportler waren rasch gerettet, für einen der Söhne kam jedoch jede Hilfe zu spät. Zur Betreuung der Angehörigen wurde das Kriseninterventionsteam eingeschaltet. An der Suchaktion waren neben der Pistenrettung und der Bergrettung Lech auch zwei Hubschrauber beteiligt.

Zum Unglückszeitpunkt herrschte in Lech am Arlberg Lawinenwarnstufe 1, also geringe Gefahr. Andreas Pecl von der Landeswarnzentrale erinnert daran, dass sich auch bei Stufe 1 durchaus heikle Situationen ergeben können, etwa aufgrund der Höhe, wegen des steilen Geländes oder durch Verwehungen. Wintersportler müssten Gefahrenstellen individuell an Ort und Stelle prüfen. Den aktuellen Fall könne er nicht beurteilen, man wolle sich die Situation an der Unglücksstelle aber in den nächsten Tagen genauer ansehen.


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