Akademikerball:

Wien

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Akademikerball: "Es wird rund gehen wie nie"

Der Akademikerball am 30. Jänner in der Hofburg soll heuer besonders viele Besucher anziehen. Das versichern jedenfalls die Veranstalter. Wie der Ballorganisator und Wiener FPÖ-Gemeinderatsabgeordnete Udo Guggenbichler am Donnerstag berichtete, läuft der Vorverkauf so gut wie noch nie. Jedoch: Auch die Proteste werden ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreichen, warnen die Freiheitlichen.

"Eine Fortsetzung der Krawalle aus dem Vorjahr ist zu befürchten", prophezeite der Klubobmann der Rathaus-FP, Johann Gudenus in einer Pressekonferenz. Versammlungsfreiheit dürfe nicht mit "Narrenfreiheit" verwechselt werden. Noch dazu, wo diese teuer zu stehen komme. Laut dem FPÖ-Politiker betrug der Sachschaden im Vorjahr 500.000 Euro.

Wie Cheforganisator Guggenbichler ausführte, werden heuer wohl "einige hundert Stück" mehr Karten verkauft. Genaue Zahlen gebe es erst nach der Abrechnung. Er freue sich aber jedenfalls über die Solidarität, die er aus dem "bürgerlichen Lager" registriere. Der Ball selbst werde eine stilvolle Veranstaltung mit wunderbarer Eröffnung und Mitternachtsquadrille werden, versprach er.

Karten "kann jeder bestellen"
Eher gelassen zeige er sich darüber, dass es auch Gegnern gelungen sein soll, Eintrittskarten zu erstehen: "Die kann jeder bestellen." Und es dürfe auch jeder auf den Ball - "egal ob er 'Hänschen klein' singt oder die Internationale". Wobei bewusste Störaktionen auf der Veranstaltung nicht toleriert würden, wie er hinzufügte. Dazu gebe es verstärkt Security am Ball. Und man werde Aktivisten auch zivilrechtlich belangen, stellte er potenziellen Störenfrieden die Rute ins Fenster.

"Es wird rund gehen wie noch nie"
Dass rund um die Hofburg nicht nur friedlich demonstriert wird, davon ist die FPÖ jedenfalls überzeugt. "Es wird so rund gehen, wie es noch nie der Fall war", versicherte FP-Rathaus-Mandatar Wolfgang Jung, wobei er betonte: "Uns werden sie nicht kleinkriegen, aber sie werden großen Schaden anrichten." Bedenklich sei etwa, dass erneut zahlreiche Aktivisten aus Deutschland erwartet würden.

Gefahr drohe vor allem von der Initiative "NOWKR" sowie von jener Gruppe, die sich laut derzeitigen Informationen bei der Albertina versammeln werde. Mit Sitzblockaden sei ebenfalls zu rechnen, nämlich beim Marsch der "Offensive gegen Rechts". Das Konzert bzw. die Aktion der Plattform "Jetzt Zeichen setzen", die direkt am Heldenplatz eine Kundgebung abhalte, habe man zunächst als eher gewaltfrei eingeschätzt, so Jung.

Inzwischen sei man sich da nicht mehr so sicher, wie der FP-Politiker erklärte. Denn Initiator Niki Kunrath strebe an, bei der Wien-Wahl für die Grünen zu kandidieren: "Darum muss er sich jetzt profilieren." Wobei die FPÖ an die Stadt appellierte, das Event am Heldenplatz nicht zuzulassen: "Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ, Anm.) hätte auch keine Freude damit, wenn so eine Veranstaltung beim Ball der Wissenschaften abgehalten wird."

Vom Aufruf einiger Wiener Taxler, Besucher des Balles nicht zur Hofburg zu fahren, erwartet sich die FPÖ keine großen Auswirkungen. Es gebe eine Beförderungspflicht, betonten die Freiheitlichen. Und außerdem würde sich wohl die Konkurrenz - also der Fahrdienst Uber - über solche Aktionen freuen, befand Jung.
 

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