Brutales Duell um Stichwahl

Hofburg-Wahl

Brutales Duell um Stichwahl

Fast könnte einem diese Bundesregierung leidtun. Der Grad und die Geschwindigkeit der Selbstzerfleischung – weniger als zwei Wochen vor der Bundespräsidentenwahl am 24. April – von SPÖ und ÖVP sind schwindelerregend:

Erwin Pröll holt handstreichartig seine Innenministerin Johanna Mikl-Leitner heim nach Niederösterreich und desavouiert den eigenen VP-Chef öffentlich, während Teile der Wiener SPÖ wiederum am Samstag bei ihrem Landesparteitag gegen die Asylpolitik der Bundes-SPÖ und ihrer Minister aufbegehren wollen.

VOTING: Wer ist Ihr Favorit für die Hofburg?
Voting Madonna © VOTING

Blau & Grün im Aufwind. Für die SPÖ schaut es 13 Tage vor dem ersten Wahlgang zumindest noch eine Spur besser aus: Ihr Hofburgkandidat Rudolf Hundstorfer hat noch eine kleine Chance darauf, in die Stichwahl zu kommen. Im Windschatten der Kalamitäten in Rot und Schwarz steigen freilich die Hofburgchancen für Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen weiter. Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik könnte ein Blauer oder ein Grüner erster Mann im Staate werden.

Wird am Ende tatsächlich ein Freiheitlicher Bundespräsident, brauchen sich SPÖ und ÖVP zumindest nicht mehr selbst zu demontieren.

Hundstorfer im Interview gegen Hofer: "So einen braucht keiner als Präsident"

ÖSTERREICH: Ist Norbert Hofer Ihr Hauptgegner?

Rudolf Hundstorfer: Er ist ein Gegner – ganz klar. Jemand, der einer Burschenschaft angehört, die die österreichische Nation leugnet und diese als Fiktion bezeichnet – so einen braucht keiner als Bundespräsidenten.

ÖSTERREICH: Aber er hat sich ausdrücklich zur österreichischen Nation bekannt.

Hundstorfer: Das ist nicht glaubwürdig, denn er bleibt ja in dieser deutschnationalen Burschenschaft. Ich habe mit solchen Gesinnungen ein Problem. Zudem wurde ja auch bekannt, dass Herr Hofer mit Waffen auf Parteiveranstaltungen war. So etwas fiele mir nicht im Traum ein. Es ist schon ex­trem fragwürdig, dass er als 3. Nationalratspräsident so etwas macht.

ÖSTERREICH: Norbert Hofer würde derzeit gegen einen EU-Beitritt stimmen …

Hundstorfer: Alleine darüber zu diskutieren, ist doch schon ein Schaden für unser Land. Die Wirtschaft – und da meine ich uns alle – ist abhängig von den Exportmärkten. Ich würde mich als Präsident vehement gegen einen EU-Austritt wehren. (gü)

VIDEO: Gallup-Umfrage

Video zum Thema Van der Bellen nur knapp vor Hofer
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