Neue Bundesheer-Autos sind nicht geländetauglich

VW Touareg

Neue Bundesheer-Autos sind nicht geländetauglich

Er hat "Limousinenkomfort und Offroad-Potenzial in einem", heißt es im Prospekt von Volkswagen. Tatsächlich, das Heer bekommt in den nächsten Wochen vom VW-Werk 100 Touareg geliefert – zum Stückpreis von 33.000 Euro. Sie sollen die veralteten Puch-G-Geländewagen ersetzen, die das Heer ausgemustert hat. Der 3,3-Millionen-Euro-Deal ist in Heereskreisen nicht unumstritten: Im Forum von www.airpower.at verweist man spitz auf Erfahrungen der deutschen Bundeswehr mit der gepanzerten Version des Tuareg, der den sinnigen Decknamen "Frettchen" trägt: "Mit der Familienkutsche in olivgrün durch Afghanistan – das wird wohl eher nix. Der Wagen ist auf der Teststrecke der Wehrtechnischen Dienststelle für Kraftfahrzeuge regelrecht zerbröselt.“ Fazit: Der Luxus-Offroader werde wohl nur deswegen angeschafft, weil er bei den Generälen so beliebt sei.

Kein Frettchen
Österreich bekommt die ungepanzerte Version des Touareg – also keine Frettchen. Der Touareg werde laut ­Ans­wer Lang, Sprecher von Verteidigungsminister Norbert Darabos, für „Ausbildung, Erkundung, Aufklärung und Verbindung eingesetzt. Wie der Puch-G werde er bei Bedarf mit Gittern und Splitterschutz ausgerüstet. Im Darabos-Büro verweist man auf ein 100-Millionen schweres Beschaffungsprogramm, das weitere 300 "geschützte Fahrzeuge" vorsieht: 20 "Dingos" (hochgradig geschützte Allzweckfahrzeuge) hat das Heer schon bekommen.

Doch genau dieses Paket ist es, das den Militärflug-Fans von airpower.at sauer aufstößt: Sie hätten für das Geld lieber 10 weitere Blackhawk-Transporthubschrauber gekauft, die auch im Tschad einsetzbar gewesen wären. (gü)

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