Eurofighter als

Schleudersitz

Eurofighter als "Leukoplast-Bomber"

Während spanische und deutsche Eurofighter nach dem tödlichen Unfall eines saudischen Piloten in Spanien noch am Boden sind, starten die heimischen Jets kommende Woche sogar wieder zu Überschallflügen in 12.500 bis 15.000 Meter Höhe. Der Unfall, bei dem der Pilot ohne Fallschirm aus der Maschine geschleudert wurde, führte vor zwei Wochen zu einem EU-weiten Startverbot für die Eurofighter.

Laut einem Bundesheer-Sprecher habe man eine „Modifikation des Schleudersitzes“ vorgenommen. Konkret sei „ein Hebel mit einem Gurt speziell gesichert worden“. Was das bedeutet? „Es geht darum, dass der Pilot in gewissen Fluglagen den Hebel unten links statt den oben rechts zieht“, so der Sprecher.

Tatsächlich liegt ÖSTERREICH ein Rundbrief des renommierten Schleudersitz-Herstellers Martin-Baker vor, in dem vor einem „ungewollten Auslösen des Schleudersitzes durch die Handballen“ gewarnt wird. Martin-Baker kündigte seinerseits eine Modifikation des Auslösemechanismus an. Das Problem dürften die Wartungstechniker des Heeres jetzt mit dem Gurt gelöst haben.

Ist der Eurofighter deshalb ein „Leukoplast-Bomber“? „Natürlich nicht“, sagt der renommierte Militärluftfahrt-Journalist Georg Mader. „Die Schleudersitze von ‚Martin-Baker‘ haben schon Tausenden Piloten das Leben gerettet.“ Es sei aber gut möglich, dass der Absturz in Spanien durch ein unabsichtliches Auslösen des Schleudersitzes verursacht worden sei.

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