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FPÖ im Umbruch

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Strache stutzt den rechten Flügel

H.-C. Strache wollte im FP-Vorstand vollendete Tatsachen schaffen. Und sich nach dem Debakel von Barbara Rosenkranz bei der Präsidentenwahl aus dem Würgegriff der Rechten befreien - deren Ikone lag mit 15, 2 % Welten hinter den Umfragen der Bundes-FP.

"Volkspartei FPÖ".
Mit einer Truppe von "neuen" Blauen will Strache nun die FPÖ zur "Volkspartei" verbreitern - und die Rechten wie Rosenkranz, Martin Graf und Andreas Mölzer ins Abseits bugsieren.

Grund zur Nervosität haben diese freilich keinen. Denn etwa Harald Stefan als "Reformer" ist für Insider ein Treppenwitz. Er ist wie Graf bei der extrem rechten Burschenschaft Olympia. "Wir, die Deutschnationalen, haben gewonnen", jubelte er 2008 über einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM.

ÖSTERREICH: Wie sehr hat sich die FP heute geändert?
H.C. Strache: Ich habe einen einstimmigen Beschluss für meinen Weg einer modernen sozialen Heimatpartei erhalten. Erfolgreiche Persönlichkeiten neben mir werden das jetzt sichtbarer mittragen.

ÖSTERREICH: Harald Stefan etwa ist kein Modernisierer, sondern ein stramm Rechter.
Strache: Er ist modern. Das zeigt, welcher Unsinn da doch von außen hineininterpretiert wird. Barbara Rosenkranz und Andreas Mölzer sind weiter wichtig für die Partei. Und Martin Graf ist ein unverzichtbarer Bestandteil.

ÖSTERREICH: Mit dem Kurs des "Geschichtsvereins", wie Sie es nennen, hat Rosenkranz bei der Hofburgwahl herb verloren, oder?
Strache: Sie konnte das Potenzial der Strache-FPÖ nicht ausschöpfen - auch, weil das eine Persönlichkeitswahl war, zu der die Hälfte gar nicht hinging.

ÖSTERREICH: Was Sie jetzt zum Kurswechsel nützen?
Strache: Wir bleiben eine soziale Heimatpartei, die gegen alle Extremismen auftritt, ob von links oder rechts. Und dieser Kurs wurde jetzt einstimmig bestätigt - immerhin hat er von drei Prozent im Jahr 2005 in Rekordzeit auf über 20 Prozent heute geführt. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen.

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