Faymann im Umfrage-Hoch

ÖSTERREICH

© APA/Hochmuth

Faymann im Umfrage-Hoch

So einen Aufstieg hat es im Stimmungs-Barometer für die Regierung schon lange nicht gegeben.15 Monate lang dümpelte Verkehrsminister Werner Faymann trotz zahlreicher politischer Erfolge eher unauffällig im Mittelfeld des monatlichen „Regierungs-Zeugnisses“ dahin. Den meisten Befragten war er zu wenig bekannt oder zu wenig auffällig.

Seitdem in der SPÖ die Nachfolge-Diskussion um Kanzler Gusenbauer begonnen hat und Faymann immer öfter als „Kronprinz“ genannt wird, hat sich die Beurteilung von Faymann dramatisch verändert.

Neue Nummer 1
In nur vier Wochen legte der Verkehrsminister 11 Prozentpunkte zu – und ist mit einem Bewertungs-Saldo von plus 23 Prozent über Nacht der mit klarem Abstand beliebteste SPÖ-Politiker. 31 Prozent der Österreicher haben von Faymann mittlerweile eine „positive“ Meinung, nur 8 Prozent eine „negative“ – das gibt einen Saldo von 23%.

Die Gallup-Meinungsforscher sehen für Faymann „ein enormes Potenzial“: Faymann hat nach wie vor einen Bekanntheitsgrad von nur 69 Prozent – wäre er so bekannt wie der Bundespräsident (99 %), würde er auch im Beliebtheits-Saldo zu Fischer aufschließen.

Faymann ist der neue Liebling der Pensionisten und Älteren, der Wiener und vor allem der SPÖ-Wähler, die ihn bereits zu 53 Prozent „positiv“ bewerten. Und er ist von der gesamten Regierung derzeit jener Minister, der die geringste Ablehnungsquote – nur 8% bewerten ihn „negativ“ – hat.

Buchinger stürzt ab
Im Duell der in den Medien genannten „Kronprinzen“ ist Sozialminister Buchinger in diesem Monat der große Verlierer. Die Debatte um die Pensionsreform kostet den bisher beliebtesten SPÖ-Minister in einem Monat 7 Prozent Zustimmung.

Buchinger wird nach dem Desaster mit der „Pensionsautomatik“ bereits von 22 Prozent der Österreicher „negativ“ bewertet, 32 Prozent bewerten ihn nach wie vor „positiv“. Vor allem bei SPÖ- und Wien-Wählern hat sich die Stimmung für Buchinger verschlechtert.

Die Gallup-Daten, die auf 1.200 Interviews in der abgelaufenen Woche basieren und damit in einem sehr hohen Maß repräsentativ sind, werden kommende Woche die Gusenbauer-Nachfolgediskussion in der SPÖ anheizen. Bisher galt Faymann in der SPÖ als „zu wenig attraktiv“, um eine Trendumkehr der SPÖ zu ermöglichen.

Jetzt sagt der anerkannte Meinungsforscher Fritz Karmasin als Chef von Gallup: „In der derzeitigen Stimmungslage ist Faymann weit und breit der einzige SPÖ-Minister, der die SPÖ für breite Wählerschichten wieder attraktiv machen kann.“

Burgstaller vor Faymann
Auch in der direkten Nachfolgefrage für Gusenbauer hat Faymann dramatisch aufgeholt: 34% sprechen sich schon für ihn als Gusi-Nachfolger aus. Nur Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller hat noch bessere Werte. Doch die hat schon abgesagt.

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