Faymann stellt sich hinter Fischer

Kampf um die Hofburg

Faymann stellt sich hinter Fischer

SPÖ-Vorsitzender Kanzler Werner Faymann hat sich in der Diskussion um die Bundespräsidenten-Wahl zu Wort gemeldet und dabei Amtsinhaber Heinz Fischer volle Unterstützung zugesichert. Die Sozialdemokratie stehe geschlossen hinter Fischer, sollte dieser wieder kandidieren wollen, sagte Faymann bei der Bundesfrauenkonferenz in Linz, bei der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den SPÖ-Frauenvorsitz von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übernimmt.

Ob Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) für das Präsidentenamt kandidiert oder nicht, sei dessen Sache. Aber eines sei unmissverständlich zu sagen: "Wir stehen geschlossen hinter unserem Heinz Fischer." Wenn sich Fischer zu einer Wiederkandidatur entscheidet, "werden wir unseren ganzen Einsatz aufbieten, dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft der Bundespräsident der Republik Österreich Heinz Fischer heißt".

Eine Absage erteilte Faymann dem "Kasinokapitalismus". Er regte auch "für alle Maßnahmen, die wir setzen eine Sozialverträglichkeitsprüfung" an - "eine Prüfung, ob die jeweilige Maßnahme auch gerecht ist, ob sie für alle zuträglich ist".

Häupl geht von Fischer-Kandidatur aus
Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) rechnet mit dem Wiederantreten Heinz Fischers bei der Bundespräsident-Wahl 2010. Er gehe nicht davon aus, dass ein Plan B notwendig sein werde, sagte Häupl am Sonntag in der ORF-Pressestunde auf die Frage, was die SPÖ macht, wenn Fischer nicht antritt. Die neue Pro-Pröll-Linie der "Krone" wollte der Bürgermeister nicht kommentieren. Er pflege ein ordentliches und professionelles Verhältnis zu der Zeitung und sitze auch nicht auf Dichands-Schoß, meinte Häupl.

Das Naheverhältnis der SPÖ zum Kleinformat sei nur mit dem EU-Brief von Kanzler Werner Faymann (S) begründet gewesen, ansonsten gebe es nicht so viele Überschneidungen in den Positionen. Einmal mehr stärkte der mächtige Bürgermeister seinem früheren Stadtrat Faymann gegen parteiinterne Kritik den Rücken. Man werde jetzt nicht das frühere ÖVP-Spiel beginnen und am Vorsitzendensessel sägen. Der SPÖ-Chef habe über die nächste Nationalratswahl hinaus Zeit.

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