Fischer entscheidet nach dem Sommer

Wiederkandidatur

Fischer entscheidet nach dem Sommer

Er werde "eine klare Antwort zum richtigen Zeitpunkt geben". Dieser richtige Zeitpunkt sei nach dem Sommer. Fischer: "Was ich Ihnen heute sagen kann, ist, dass mir die Aufgaben, die mit dem Amt des Bundespräsidenten verbunden sind, Freude machen und dass ich mich gut fühle."

Appell an Lehrer und Schmied zu mehr Kompromissbereitschaft
Im Interview nimmt Fischer auch zu aktuellen innenpolitischen Fragen, wie zum Konflikt zwischen Lehrerschaft und Bildungsministerin Schmied, Stellung. Fischer: "Ich bin ... optimistisch, dass ein Kompromiss zustande kommt. Dabei müssen sich beide Seiten bewegen. Ich benutze auch gerne das Gespräch mit ÖSTERREICH, um eine Einladung an die Beteiligten zu formulieren, aufeinander zuzugehen und sicherzustellen, diesen Konflikt so zu lösen, dass die Resultate herzeigbar sind."

Lobende Worte findet Fischer für seinen neuen US-Amtskollegen Barack Obama. Fischer: "Ich glaube, es hat vor Obama noch nie einen amerikanischen Präsidenten gegeben, der in den ersten Monaten seiner Amtszeit so viele komplexe und schwierige Probleme in Angriff nehmen musste. Die Art, wie er das anpackt, finde ich eindrucksvoll und imponierend."

Fischer beeindruckt auch das Setzen neuer außenpolitischer Akzente unter Obama. Fischer: "Man geht von einer Schwarz-Weiß-Sicht zu einer differenzierteren Betrachtung der weltweiten Realitäten über, verbunden mit einer Zurücknahme der militärischen Lösungskomponente und mit einer Verstärkung der Verhandlungsbereitschaft. Das deckt sich voll und ganz mit meiner innersten Überzeugung, dass verhandeln besser ist als schießen. Ich sehe mit Optimismus eine Veränderung in die richtige Richtung und fühle mich sicherer."

79 Prozent für Wiederkandidatur Fischers
Laut einer Umfrage für die Sonntagausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH spricht sich eine breite Mehrheit für eine Wiederkandidatur von Bundespräsident Heinz Fischer aus: 79 Prozent sind dafür, nur 16 Prozent dagegen.

Die Zufriedenheit mit der Amtsführung Fischers ist mit 84 Prozent außerordentlich hoch. Käme es bei der Präsidentenwahl 2010 zu einem Duell mit Landeshauptmann Erwin Pröll als Kandidat der ÖVP, könnte Fischer mit 67 Prozent rechnen, Pröll zur Zeit mit 18 Prozent.

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