Geheimdienst finanzierte Haider-Trip

Deutscher BND

Geheimdienst finanzierte Haider-Trip

Die Trips zu Saddam Hussein hatten noch zu Jörg Haiders Lebzeiten für gewaltigen Wirbel bis hinein ins US-Außenministerium gesorgt. Immerhin war Europas führender Rechtspopulist Jörg Haider praktisch am Vorabend des US-Einmarschs in den Irak geflogen – gleich dreimal.

Kein Wunder, dass sich alle westlichen Geheimdienste brennend dafür interessierten, was der Kärntner Blaue in Bagdad trieb – und welche Pläne das Saddam-Regime mit ihm verfolgte. Am erfolgreichsten in Sachen Haider-Watch war offenbar der deutsche Bundesnachrichtendienst – der die Reisen laut profil finanziert haben soll.

Der Geschäftsmann Klaus S., der eine noble Wohnung in der Wiener Innenstadt hat und damals für eine Detektei in Salzburg – offenbar eine Tarnfirma des BND – arbeitete, tauchte plötzlich mitten in Bagdad im Windschatten von Haiders Reisebegleitern auf.

Klaus S., der offiziell zwar stets dementierte, unter Insidern aber immer als „informeller Mitarbeiter“, als eine Art freier Undercover-Agent des BND geführt wurde, bot laut profil Hilfe in fast allen Lebenslagen an – er konnte locker Überflugsgenehmigungen und Landeerlaubnisse für Privatjets organisieren, da er über beste Kontakte sowohl zum grünen deutschen Außenminister Joschka Fischer als auch zu Saddams Sohn Udai verfügte. Und offenbar dürfte auch Geld keine Rolle gespielt haben: So sollen mehrere 100.000 Euro von S. gezahlt worden sein, um die Reise Haiders und seiner Entourage nach Bagdad zu finanzieren. Mit von der Partie: Klaus S., der so Einblicke in die FP-Kontakte bekam.

Millionen für Haider. Ob dabei „nur“ 2,5 oder doch 50 Millionen Euro flossen, könnte den Behörden einer sicher beantworten: Der geheimnisvolle Herr S.

Autor: Isabelle Daniel
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